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French Open : Jetzt kommt Miss Vaidisova

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„Mein Vorbild ist Steffi Graf” Bild: AP

Erst war Anna Kurnikowa. Dann kam Maria Scharapowa. Und jetzt gibt es Nicole Vaidisova. Sie ist Tschechin, 17 Jahre alt, 1,83 Meter groß, hat lange blonde Haare, trägt beim Tennis lila Kleidchen und selbstverständlich Ohrringe - und ist ein perfekter Werbeträger.

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          Erst war Anna Kurnikowa. Dann kam Maria Scharapowa. Und spätestens seit Dienstag abend gibt es Nicole Vaidisova. Sie ist Tschechin, 17 Jahre alt, 1,83 Meter groß, hat lange blonde Haare, trägt beim Tennis lila Kleidchen und selbstverständlich Ohrringe - und ist ein perfekter Werbeträger. So gesehen hat sie mit dem einstigen Glamour-Girl Kurnikowa viel gemein, doch was sie zudem mit der früheren Wimbledonsiegerin Scharapowa verbindet, ist der Erfolg. Vaidisova ist derzeit auch sportlich eine der heißesten Spielerinnen auf der Tour.

          Am Donnerstag steht sie bei den French Open in Paris nach Siegen über die Weltranglistenerste Amelie Mauresmo und die dreimalige Wimbledonsiegerin Venus Williams erstmals im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Dort trifft sie auf die Russin Swetlana Kusnezowa, das Ende der Erfolgsserie ist völlig offen. „Ich habe viel trainiert. Mein Spiel wird immer besser, ich kann den nächsten Schritt schaffen“, sagt Vaidisova.

          „Natürlich wirst du da nervös“

          Nach dem Triumph gegen Williams ließ sie ihren Schläger fallen, schlug die Hände vors Gesicht und sank auf die Knie. „Am Ende war ich so nervös. Das Stadion war voll, ich hatte Matchball, ich war so nah dran. Natürlich wirst du da etwas nervös“, erzählte Vaidisova. Sie spricht bestes Englisch, gefärbt mit amerikanischem Akzent. Schon mit elf Jahren wagte Vaidisova - wie Scharapowa und zuvor Kurnikowa - den Schritt nach Florida in die Tennisakademie des berühmten Nick Bollettieri.

          „Mein Spiel wird immer besser”

          Als 16. der Weltrangliste (vor den French Open) steht sie an der Spitze der nachrückenden Tennismacht Tschechien. Insgesamt sechs Spielerinnen aus der Republik haben derzeit einen Platz unter den Top 100, vier davon sind sogar unter den ersten 50. Nur Rußland (13), die Vereinigten Staaten (12), Frankreich (9) und Italien (7) haben mehr Spielerinnen unter den besten 100. Vaidisova, die bereits Ende vergangenen Jahres mit drei Turniersiegen nacheinander in Seoul, Tokio und Bangkok überraschte und noch unmittelbar vor Paris in Straßburg ihren insgesamt sechsten Turniersieg einfuhr, scheinen nach oben derzeit keine Grenzen gesetzt - weder sportlich noch wirtschaftlich. Vaidisova gehört zur neuesten Kampagne („I am what I am“) ihres Ausrüsters, und der ist selbstverständlich ein anderer, als der von Maria Scharapowa. Mit der will Nicole Vaidisova aber eigentlich gar nicht so gern verglichen werden: „Es interessiert mich nicht, wenn Leute mich mit jemand anderem vergleichen. Maria wurde mit Anna verglichen, jeder wird mit irgendwem verglichen.“

          Vorbild ist für Vaidisova, die in Nürnberg geboren wurde und sechs Jahre in Deutschland lebte, ohnehin eine andere. „Steffi Graf war ganz sicher meine Inspiration, mit dem Tennis zu beginnen. Ich bewundere sie auf dem Platz und auch daneben. Sie hat so viel Klasse.“

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