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French Open : Federer scheitert im Achtelfinale

  • Aktualisiert am

Aus und vorbei: Roger Federer muss seine Tasche packen Bild: AFP

Für Roger Federer sind die French Open schon beendet. Philipp Kohlschreiber scheitert in einem Zwei-Tage-Match an Andy Murray, Angelique Kerber hat einen schwarzen Tag. Nun ist nur noch eine Deutsche dabei.

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          Für Roger Federer sind die French Open bereits im Achtelfinale beendet. Der langjährige Tennis-Weltranglisten-Erste unterlag dem Letten Ernests Gulbis am Sonntag 7:6 (7:5), 6:7 (3:7), 2:6, 6:4, 3:6. Federer vergab im zweiten Durchgang mit eigenem Aufschlag zwei Satzbälle und verlor nach 3:42 Stunden verdient.

          Auch die Anfeuerungen des Publikums halfen dem 32-jährigen Schweizer und Champion von 2009 am Ende nichts. Der mittlerweile vierfache Vater verpasste sein zehntes Paris-Viertelfinale nacheinander und sein 42. bei einem Grand-Slam-Turnier.

          Der Lette Ernests Gulbis darf sich über einen großen Sieg freuen
          Der Lette Ernests Gulbis darf sich über einen großen Sieg freuen : Bild: AFP

          Damit teilt er sich den Rekord für die meisten Viertelfinals weiterhin mit Jimmy Connors. Der Weltranglisten-17. Gulbis sprach vom größten Sieg seiner Karriere und entschuldigte sich beim Publikum: „Ich weiß, wie sehr Ihr alle Roger mögt.“

          Während sich Gulbis im vierten Satz in der Kabine behandeln ließ, feierten die Fans Federer auf dem Court Philippe Chatrier. Gulbis trifft nun auf den Tschechen Tomas Berdych. Der einstige Wimbledon-Finalist schaltete den Amerikaner John Isner mit 6:4, 6:4, 6:4 aus. Als bislang letzter amerikanischer Spieler stand Andre Agassi 2003 im Viertelfinale im Stade Roland Garros.

          Lange gekämpft, knapp verloren: Philipp Kohlschreiber
          Lange gekämpft, knapp verloren: Philipp Kohlschreiber : Bild: dpa

          Philipp Kohlschreiber wehrte sich zuvor zwei Tage vergeblich gegen den Wimbledonsieger, Angelique Kerber ließ sich in nicht einmal einer Stunde abfertigen. Nach den völlig unterschiedlichen Abschieden der beiden deutschen Tennis-Spitzenkräfte ist Andrea Petkovic dank eines weiteren French-Open-Kraftaktes als Letzte dabei.

          Die beim Drittrunden-Sieg am Samstag von einem Virus geschwächte Darmstädterin peilt am Montag gegen die niederländische Qualifikantin Kiki Bertens ihr zweites Viertelfinale in Paris an, das Kerber am Sonntag beim 1:6, 2:6 gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard fast kampflos verspielte.

          Andy Murray ist die Erleichterung über den Sieg anzumerken
          Andy Murray ist die Erleichterung über den Sieg anzumerken : Bild: AFP

          „Das war ein schwarzer Tag für mich heute. Es ging gar nichts. Ich weiß nicht, warum“, kommentierte die ratlose Weltranglisten-Neunte ihre höchste Pleite seit 15 Monaten. Die Kielerin scheiterte damit wie im Vorjahr in der Runde der letzten 16.

          Kohlschreiber verlor danach sein vertagtes Match gegen Andy Murray 10:12 im fünften Satz und verpasste sein drittes Achtelfinale im Stade Roland Garros. „Momentan bin ich schon leer und enttäuscht. Die Emotionen waren total besonders. Letztendlich sitze ich hier mit einer Drittrunden-Niederlage, das tut mehr weh als zu sagen, das war ein tolles Spiel“, sagte Kohlschreiber. Zum Abschied hatte er auf dem Court Suzanne Lenglen den Daumen gehoben, aber den Kopf gesenkt.

          Vom Winde verweht: Für Angelique Kerber ist das Turnier vorbei
          Vom Winde verweht: Für Angelique Kerber ist das Turnier vorbei : Bild: AFP

          „Ich habe alles gegeben. Es ging nur um ein paar Punkte. Leider muss jemand verlieren. Ich hatte meine Chancen und konnte sie nicht nutzen“, sagte der spielerisch gleichwertige Düsseldorf-Sieger. Die Partie war am Samstagabend um 21.40 Uhr beim Stand von 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 7:7 wegen Dunkelheit vertagt worden. Im vierten Satz lag Kohlschreiber schon 2:4 zurück, im fünften 0:2 - und blieb dran.

          Knapp 16 Stunden später kehrten Murray und Kohlschreiber am Sonntag nach wenig Schlaf zurück. Beim Stand von 8:9 hatte die deutsche Nummer zwei erstmals einen Matchball gegen sich, wehrte ihn aber bravourös mit einem Schmetterball ab. Die französischen Fans feierten den Deutschen mit „Philippe“-Rufen an - doch es nützte nichts mehr. Erst vergab der 30-Jährige einen Breakball zum 10:9, dann verhinderte Murray mit einem glücklichen Netzroller zwei weiteren Chancen für ein 11:10.

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