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French Open : Der alte Hase ist weiter dabei

  • Aktualisiert am

Chance ergriffen: Haas ist eine Runde weiter Bild: dpa

Der Wahl-Amerikaner Tommy Haas zeigt dem Qualifikanten Jack Sock klar die Grenzen auf und zieht in die dritte Runde der French Open ein. Dort gewinnt Angelique Kerber in einem spannenden Match, während Sabine Lisicki und Dinah Pfizenmaier scheitern.

          Der alte Hase hat es dem jungen Hüpfer noch einmal gezeigt. Tommy Haas hat bei den French Open das Tennis-Duell der Generationen gegen Jack Sock gewonnen und wie im Vorjahr die dritte Runde der French Open erreicht. Der 35-Jährige setzte sich am Freitag in Paris mit 7:6 (7:3), 6:2, 7:5 gegen den 15 Jahre jüngeren Qualifikanten durch. Nächster Gegner von Haas ist der an Nummer 19 gesetzte Amerikaner John Isner.

          Sabine Lisicki hat das Achtelfinale der French Open klar verpasst. Die Berlinerin verlor bei ihrer ersten Drittrunden-Teilnahme 0:6, 4:6 gegen Vorjahresfinalistin Sara Errani aus Italien. Lisicki unterliefen in dem nur 67 Minuten dauernden Tennis-Match zu viele Fehler. Ihr druckvolles Spiel konnte die derzeit 34. der Weltrangliste dagegen erst mit dem Rücken zur Wand öfters erfolgreich einsetzen. Auch Dinah Pfizenmaier ist in der dritten Runde ausgeschieden. Die Qualifikantin verlor am Freitag 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-Vierte Agnieszka Radwanska aus Polen.

          Deutlich glücklicher für die deutschen Tennisfans ging dagegen das Drittrundenmatch von Angelique Kerber gegen die Amerikanerin Varvara Lepchenko aus. In drei Sätzen setzte sich die 24-Jährige durch, verlor dabei nur den zweiten Satz mit 6:7 und steht damit im Achtelfinale.

          Abermals präsentierte sich der Himmel über Paris grau, als Haas und Sock um kurz nach elf den Platz betraten. Immerhin begann die am Vortag wegen Regens verschobene Partie auf Platz zwei rechtzeitig und nahm gegen Ende des ersten Satzes Fahrt auf. Beim 4:4 und 5:5 musste Haas jeweils zwei Breakbälle abwehren und schmetterte nach einem Fehler einmal wutentbrannt seinen Schläger auf die rote Asche. Mit Glück und Erfahrung überstand der Altmeister die brenzligen Situationen, ging im Tiebreak nach drei Spurts und einem tollen Passierball 4:3 in Führung und holte den Satz.

          Kraftakt: Angelique Kerber steht im Achtelfinale

          Im zweiten schaffte er bei den ersten Chancen das Break zum 3:1, weil Sock nun mithalf. Zum 5:2 für Haas servierte er einen Doppelfehler. Der wie sein Vorbild Andy Roddick aus Nebraska stammende Jungspund erinnerte vom Auftreten sehr an die einstige Nummer eins: das blaue Basecap verkehrt herum auf dem Kopf, ein starker Aufschlag, dazu eine überrissene Vorhand mit enormer Beschleunigung aus dem Handgelenk. Der 118. der Weltrangliste deutete nach den ersten Siegen seiner Karriere auf Sand in Europa an, dass mit ihm zu rechnen ist. Bei den US Open stand Sock bereits in der dritten Runde.

          „Auf geht’s-Tommy“-Rufe

          Einen kurzen Durchhänger des oft weit hinter der Grundlinie verteidigenden Haas zu Beginn des dritten Satzes nutzte er aus: Zunächst ließ der deutsche Wahl-Amerikaner gegen seinen zeitweiligen Trainingspartner drei Breakbälle nacheinander aus, dann gab er erstmals sein Service ab. Doch als gar das 1:5 drohte, riss sich Haas wieder zusammen und glich unter den deutschen „Auf geht’s-Tommy“ Rufen zum 4:4 aus.

          Sock baute vor den eingemummelten Zuschauern zwar ab, überstand aber vier weitere Breakbälle, weil auch der an Nummer zwölf gesetzte Haas nicht immer sein bestes Tennis spielte. Mit einem erneuten Doppelfehler verhalf ihm Sock dann zum 6:5, wenig später gelang Haas beim ersten Matchball nach 2:17 Stunden ein Ass zum Sieg im ersten Vergleich gegen Sock.

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