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Fünf Spieler infinziert : Vorsicht genügt nicht bei den Skyliners

  • -Aktualisiert am

Der Basketball fliegt in der Bundesliga derzeit nicht überall. Bild: dpa

Ein einheitliches Testsystem gibt es in der Basketball-Bundesliga nicht. Die aktuelle Lage bei den Skyliners aus Frankfurt aber zeigt, dass regelmäßige PCR-Tests notwendig sind.

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          Ein einheitliches Testsystem gibt es in der Basketball-Bundesliga aktuell nicht. Für die 18 Vereine ist es nicht verpflichtend, regelmäßig PCR-Testungen zur Ermittlung möglicher Corona-Fälle in ihren Mannschaften durchzuführen. Das sollte jetzt aber Pflicht sein. Denn wie wichtig PCR-Tests sind, um in angespannter Lage ein valides Bild zu erhalten, zeigen die Fraport Skyliners.

          In der vergangenen Woche testeten die Frankfurter ihre Spieler täglich auf freiwilliger Basis. Und fast an jedem Tag kam ein neuer Infektionsfall dazu. Bis zum zurückliegenden Freitag waren es insgesamt fünf. Das Auswärtsspiel am Samstag gegen Göttingen musste daher verlegt werden, weil den Skyliners, bei denen bis Sonntag keine neuen Fälle dazugekommen sind, nur sieben spielfähige Akteure und damit einer zu wenig zur Verfügung standen. Insgesamt konnten am zurückliegenden Spieltag coronabedingt vier Begegnungen nicht ausgetragen werden.

          Nachdem sich vor dem Auswärtsspiel gegen Gießen (90:79) am 2. Januar der Frankfurter Nationalspieler Lukas Wank infiziert hatte, machen die Skyliners nun neben regelmäßigen Schnelltests mindestens einen PCR-Test pro Woche bei allen Spielern. Die nun betroffenen Akteure sind alle doppelt geimpft und teilweise geboostert. Bisher fallen alle Verläufe mild aus. Wo sich der in der Vorwoche zuerst infizierte Spieler angesteckt hat, wissen die Frankfurter nicht.

          Angesichts der ihnen vorliegenden Informationen gehen Sie jedoch davon aus, dass die Übertragung des Virus nicht im Training stattgefunden haben kann. Deshalb planen die Skyliners, die für sich hohe Hygienestandards in Anspruch nehmen, auch keine neuen Vorsichtsmaßnahmen. In diesen Tagen halten die Frankfurter kein Mannschaftstraining ab, nur die gesunden Spieler üben individuell. Zu Beginn dieser Woche wird festgelegt, wie es weitergeht. Nach den bestehenden Regeln können sich die infizierten Spieler nach fünf Tagen freitesten, sofern sie keine Symptome haben.

          Aktuell ist Frankfurt im Spielbetrieb mit zwei Begegnungen in Verzug. Yannick Binas rechnet damit, dass es in Zukunft ligaweit zu weiteren Spielabsagen kommen wird, das sei „fast nicht zu verhindern“, glaubt der Geschäftsführer. Den Fortbestand der Bundesliga-Saison sieht er dennoch nicht in Gefahr. Mit dem Boostern und dem Gene­senenstatus von immer mehr Spielern habe man diese „hoffentlich immun“, sagt Binas.

          Von einer Wettbewerbsverzerrung durch die steigende Zahl der Spielausfälle will er ebenfalls nicht sprechen. „Es herrscht Waffengleichheit. Es wird schwierig, als Klub davon verschont zu bleiben.“ Für die Vereine im Abstiegskampf, zu denen Frankfurt gehört, könnte die Saison aber aufgrund der vielen Unwägbarkeiten ein bitteres Ende nehmen – es sei denn, die Liga würde ihre Regelung mit zwei Absteigern diesmal nicht anwenden.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

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