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Formel 1 in Russland : Vatanen fordert Absage des Grand Prix von Sotschi

Früherer Rallye-Weltmeister mit politischem Kopf: Ari Vatanen Bild: dpa

Nach Ansicht des Motorsport-Funktionärs Ari Vatanen vermische das russische Regime offensichtlich Politik und Sport: „Also müssen wir reagieren.“ Es sei Aufgabe von Vermarkter Ecclestone, das Rennen abzusagen.

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          Erstmals fordert ein Motorsport-Funktionär des Internationalen Automobil-Verbandes (Fia) die Absage des Formel-1-Grand-Prix von Russland in Sotschi am 12. Oktober. „Es heißt oft, dass die Formel 1 Politik und Sport nicht vermischen soll, aber das russische Regime vermischt Politik und Sport bereits auf offensichtliche Art und Weise. Also müssen wir reagieren. Es ist nun Aufgabe von Bernie (gemeint ist Chefvermarkter Ecclestone, Anmerkung der Redaktion) und den Rechteinhabern, das Rennen abzusagen“, sagte Ari Vatanen in der britischen Tageszeitung „The Telegraph“.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der ehemalige Rallye-Weltmeister und EU-Parlamentarier aus Finnland trat 2009 gegen Jean Todt im Kampf um das Präsidenten-Amt im Internationalen Automobil-Verband (Fia) an und unterlag dem Franzosen. Vatanen machte nun deutlich, dass Todt einige seiner Bedenken teile und informiert sei über seinen öffentlichen Vorstoß.

          Der 62 Jahre alte Vatanen sagte weiter: „Unterstützen wir dieses Regime, dass dieses Blutvergießen steuert? Oder sagen wir, das ist nicht korrekt. Nach Russland zu gehen, würde eine Botschaft der Akzeptanz setzen.“ Seit längerem gibt es Forderungen, wonach dieser Grand Prix angesichts der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine abgesagt werden solle. Ecclestone allerdings hatte zuletzt mehrmals deutlich gemacht, dass die bestehenden Verträge eingehalten werden sollen und erstmals ein Formel-1-Rennen im Olympia-Ort von 2014 ausgetragen werden solle.

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