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„Sensation“ Florence Schelling : Ein Eishockey-Star allein unter Männern

  • -Aktualisiert am

In ihrer Karriere einer der Besten auf dem Eis: Florence Schelling Bild: Picture-Alliance

Florence Schelling war eine der besten Torhüterinnen der Welt. Jetzt ist sie Sportchefin beim SC Bern – dem FC Bayern des Schweizer Eishockeys. Es ist der nächste Schritt in einer „unglaublichen Karriere“, für die sich plötzlich die ganze Welt interessiert.

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          Natürlich hätte Florence Schelling gleich mal zeigen können, dass sie auch spontanen Herausforderungen kühl und strategisch begegnen kann. So tun, als hätte sie nur auf diesen Anruf gewartet. Aber als vor rund drei Wochen ihr Telefon klingelte und sich Marc Lüthi meldete, da war sie doch „sehr überrascht“, weil das Jobangebot „komplett unerwartet“ kam. Also habe nicht nur Lüthi Fragen gestellt, sondern auch sie selbst. Zum Beispiel die: „Warum ich?“

          Nun leidet Florence Schelling, 31, nicht an ausgeprägtem Selbstzweifel. War sie bis 2018 doch eine der besten Eishockey-Torhüterinnen der Welt, gewann Medaillen bei WM und Olympia, spielte in den Vereinigten Staaten, in Kanada und in Schweden, daheim in der Schweiz sogar bei einem Männer-Team im Profibereich. Sie hat einen Master in Wirtschaft und spricht vier Sprachen. Bis vor kurzem war sie TV-Expertin und Trainerin der Schweizer U 18. Aber Lüthi, der Anrufer, ist schließlich auch nicht irgendwer. Der Mitbesitzer, Verwaltungsrat und Manager des SC Bern ist eine Art Uli Hoeneß der Schweiz, wird sein Verein doch gern „FC Bayern des Schweizer Eishockeys“ genannt: die meisten Fans, das meiste Geld, große Namen im Kader, drei Titel allein in den vergangenen vier Jahren.

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