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Radprofi Lisa Brennauer : Achtsam in der Knochenmühle

  • -Aktualisiert am

Still, eigenwillig, schnell: Lisa Brennauer lässt die Muskeln spielen. Bild: Imago

Als Kind ist Lisa Brennauer mit dem Bahnrad gestürzt. Danach konnte sie es erst recht nicht lassen. Nun startet die viermalige Weltmeisterin bei der Flandern-Rundfahrt.

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          Sie hat sich auf die Fahrt ins Unbekannte gründlich vorbereitet. Im Juni, als man wieder problemlos nach Frankreich konnte, hat Lisa Brennauer sich herangetastet. Gleich auf dem ersten Kilometer merkte sie, dass dieser grobe Straßenbelag aus dem 19. Jahrhundert so gar nicht vergleichbar ist mit dem ordentlich verlegten Pflaster in der Altstadt von Kempten, wo sie herkommt.

          Im ehemaligen Kohlenrevier an der belgischen Grenze fuhr sie über kantige Feldsteine, unregelmäßig in den Boden eingesunken. Mit Lücken dazwischen, in denen ein Rennradreifen stecken bleiben kann. „Das sieht aus, als ob jemand vom Hubschrauber Steine runtergeschmissen hätte“, sagt Lisa Brennauer. Ende Oktober wollte sie an den Start gehen. Zum ersten Mal sollten die Frauen antreten bei Paris–Roubaix. Dieses Rennen über archaisches Pflaster gehört zu den geschichtsträchtigsten des Radsports. Für Brennauer sollte es der Höhepunkt am Ende einer Saison werden, die einer langen Fahrt ins Ungewisse glich. Anfang Oktober wurde das Rennen abgesagt, wegen Corona. Am Sonntag steht für sie die Flandern-Rundfahrt an – über nicht ganz so hubbeliges Kopfsteinpflaster.

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