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Finals 2019 in Berlin : Willkommen im Wunderland des Sports

Mit ruhiger Hand: Bogenschützin Lisa Unruh bei den Finals in Berlin Bild: dpa

Die Stärke der deutschen Meisterschaften in gleich zehn Sportarten an einem Wochenende an einem Ort liegt nicht in ihrer Gesamtheit. Die Besonderheit findet sich im Augenblick. Eine Spurensuche in Berlin.

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          Wer Florian Wellbrock kraulen sieht, muss das Wort Eleganz neu definieren. Er hebt seine Arme aus dem Wasser und taucht sie fast unmerklich wieder ein. Er gleitet. Und wenn Wellbrock gleitet, bleibt die Zeit für einen kurzen Moment stehen. Alle in der Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee schauen auf ihn, schauen darauf, wie sein Körper sich im Wasser bewegt. Es sieht so ruhig aus, obwohl so viel Kraft in jeder Bewegung liegt.

          Als Wellbrock nach den 1500 Metern Freistil anschlägt, muss er erst einmal warten. Wellbrock hängt entspannt am Beckenrand. Mitte Juli ist er in Gwangju in Südkorea Weltmeister geworden, im Freiwasser und im Becken, jetzt auch noch deutscher Meister über 1500 Meter. Er wartet auf Christian Keber. Danach berühren sich die Hände der beiden, sie klatschen gegeneinander. „Willkommen bei den Finals“, das dringt aus den Lautsprechern beim Schwimmen, aber auch beim Kanu oder Turnen. Die Finals, das sind zehn deutsche Meisterschaften in einer Stadt, in Berlin. Am Wannsee, in Mitte, in Prenzlauer Berg, Charlottenburg oder Friedrichshain, überall in der Stadt finden Wettkämpfe statt. 155 Disziplinen, doch die Besonderheit findet sich im einzelnen Augenblick.

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