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Fecht-WM : Joppich und Bachmann scheitern

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Peter Joppich scheitert früh auf dem Weg zum fünften WM-Gold Bild: dpa

Nach dem Säbel-Silber von Nicolas Limbach verpassen die Deutschen bei der Fecht-WM am Donnerstag weitere Medaillen. Dafür feiert Monika Sozanska einen persönlichen Erfolg.

          Deutschlands Fechter haben die Einzelwettbewerbe der Weltmeisterschaften von Catania am Donnerstag ohne weitere Medaille beendet. Als Letzter schied der Bonner Sebastian Bachmann im Florett-Achtelfinale mit 10:15 Treffern gegen den Italiener Giorgio Avola aus.

          Auch Titelverteidiger Peter Joppich aus Koblenz war auf dem Weg zu seinem möglichen fünften WM-Gold unter den Top 16 gescheitert, als er Race Imboden aus den Vereinigten Staaten mit 14:15 unterlag.

          Nicolas Limbach aus Dormagen hatte am Dienstag mit Säbel-Silber die bislang einzige deutsche Medaille des Weltchampionats gewonnen. Die WM wird an diesem Freitag mit den Teamentscheidungen im Damenflorett und Herrensäbel fortgesetzt.

          Joppich scheiterte am Donnerstag mit 14:15 Treffern. Der 28-Jährige verpasste damit die Chance auf seinen fünften WM-Titel nach 2003, 2006, 2007 und 2010 - dabei hatte er schon 11:6 geführt. Das Comeback von Florett-Olympiasieger Benjamin Kleibrink endete bereits in der zweiten Runde.

          Der für Tauberbischofsheim startende Kölner unterlag dem chinesischen Vorjahreszweiten Sheng Lei mit 10:15 Treffern. „Ich bin froh, dass er nach einem halben Jahr Abstinenz die Keule richtig schwingen konnte“, kommentierte Bundestrainer Ulrich Schreck trotzdem zufrieden.

          Monika Sozanska: „Meine Gefühle schwanken“

          Dafür trat Monika Sozanska in Catania aus dem Schatten von Olympiasiegerin Britta Heidemann und Imke Duplitzer. Die Heidenheimer Degenspezialistin feierte am Donnerstag trotz verpasster WM-Medaille mit der Qualifikation für das Viertelfinale den größten Einzelerfolg ihrer Karriere. Erst unter den Top 8 des Degeneinzels war für sie Schluss.

          Rumäniens Olympia-Zweite Ana Branza stoppte beim 15:11 den Siegeszug der Deutschen. Die 28-Jährige verdrückte ein Tränchen und wusste nicht so recht, ob sie sich freuen oder ärgern sollte: „Meine Gefühle schwanken“, meinte Sozanska. Sie wollte eine Medaille, aber „dieser Traum ist doch noch geplatzt“.

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          Die frühere Europameisterin Imke Duplitzer, Präsidentin des OFC Bonn, und die Heidenheimerin Ricarda Multerer waren vorzeitig gescheitert: Duplitzer unter den Top 32 mit 13:15 an der Rumänin Simona Alexandru, Multerer in der ersten K.o-Runde mit 10:11 an der Schwedin Emma Samuelsson.

          Duplitzer belegte damit Platz 22, Multerer wird im Endklassement an Position 44 geführt. Verärgert warf Duplitzer danach ihre Maske auf den Boden. Vor einem Jahr war sie bei der WM in Paris als Europa-Champion genauso früh auf der Strecke geblieben. „Ärgerlich, aber das kann passieren“, sagte sie.

          „Ich hatte nullkommanull Mittel gegen ihn“

          Peking-Gewinnerin Britta Heidemann musste sich am Donnerstag sogar mit der Rolle der Zuschauerin bescheiden: Die Leverkusenerin hatte die Qualifikationshürde nicht überspringen können. Die Olympiasiegerin (2008), Weltmeisterin (2007) und Europameisterin (2009) endete als 126. auf einem Tiefpunkt ihrer wunderbaren Karriere.

          Für Kleibrink begann die WM unterdessen vielversprechend mit einem „Sudden-Death“-Sieg: Ein halbes Jahr nach seinem Motorradunfall zog der 26-Jährige mit 14:13 nach Verlängerung über den Südkoreaner Chang Young Jeong in die zweite Runde ein.

          Auch für Benjamin Kleibrink war bei seinem Comeback früh Endstation

          Dort war aber Sheng Lei eine Nummer zu groß: „Ich hatte nullkommanull Mittel gegen ihn“, sagte Kleibrink, der mit seinen Kollegen am Sonntag als Team attackieren und den Weg nach London 2012 einfacher machen will. Dabei geht es für Joppich, Kleibrink und die Bonner Sebastian Bachmann und André Weßels um wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikation.

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