https://www.faz.net/-gtl-ahu

Fecht-WM in Paris : Degen-Damen verlieren Finale

  • Aktualisiert am

Weltmeisterlicher Jubel: Ana Branza (m.) lässt sich für das überragende Schlussgefecht feiern Bild: AFP

Gold Für Rumänien, Silber für Deutschland: Die bislang magere deutsche WM-Bilanz in Paris wird am vorletzten Tag von der Degenmannschaft um Britta Heidemann aufpoliert - für den Sieg reicht es gegen starke Rumäninnen nicht.

          20 Jahre nach dem bislang einzigen Triumph von Lyon 1990 blieb Deutschlands Degendamen beim 26:35 gegen Rumänien der Titel abermals verwehrt. Imke Duplitzer, Olympiasiegerin Britta Heidemann, Monika Sozanska und Ricarda Multerer konnten den Fluch der verlorenen Finals von 1992, 1993, 1997 und 2003 nicht brechen. „Den Titel sparen wir uns für noch bessere Gelegenheiten auf“, tröstete sich Sportdirektor Manfred Kaspar.

          Bei Duplitzer flossen Tränen, Britta Heidemann blieb gefasst und sachlich: „Schade, dass es nicht geklappt hat“, meinte sie. Und: „Wir waren dem Titel so nah. Aber wir fahren wenigstens nicht ohne Medaille nach Hause.“ Disziplin-Trainer Piotr Sozanski blickte nach vorn: „Vielleicht hat diese Niederlage auch etwas Gutes. Denn mit Gold wären wir vielleicht zu satt.“

          Die zuvor eher bescheidene Medaillenbilanz mit Florett-Gold durch Peter Joppich und Säbel-Silber durch Nicolas Limbach wurde zumindest aufpoliert. Europameisterin Duplitzer hatte nach dem Halbfinalerfolg beim 34:28 gegen China, Weltmeister von Turin 2006, geunkt. „Hoffentlich kommt nicht wieder die Silberne raus. Davon habe ich genug“, sagte die 35-Jährige, die schon 1993 bei der WM in Essen, 1997 in Kapstadt und 2003 in Havanna zur Finalcrew gehörte - jedes Mal war es Rang zwei geworden. Rumänien hatte vor Paris in dieser 1989 in Denver eingeführten WM-Disziplin noch nie eine Medaille geholt.

          Beweglich: Britta Heidemann (l.) gegen Simona Alexandru

          Ins Schlussgefecht gegen die Olympia-Zweite Ana Branza startete Duplitzer nur mit einem knappen 16:17-Rückstand, war dann aber ohne Chance. Immerhin: Nach vier Tagen ohne deutschen Podiumsplatz war die Warterei in der Vorschlussrunde am Freitag mit dem Erfolg gegen China zu Ende gegangen. „Jetzt ist es auch für uns eine gute WM“, meinte Kaspar.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Premierminister bei Merkel : Johnson beharrt auf Ende des Backstops

          Johnson und Merkel zeigen sich optimistisch – dennoch belegt der Backstop die Schwierigkeiten des Treffens. Schon vorher hatten Finanzminister und Bundespräsident dem Premier die kalte Schulter gezeigt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.