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Fecht-EM : Säbel-Herren sorgen für goldenen Abschluss

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Die Musketiere von Düsseldorf (v.l.): Benedikt Wagner, Matyas Szabo und Max Hartung Bild: dpa

Das Beste zum Schluss: die deutschen Säbel-Herren Max Hartung, Benedikt Wagner und Matyas Szabo gewinnen bei der Fecht-EM in Düsseldorf die Goldmedaille im Teamwettbewerb.

          Max Hartung sank vor Freude auf die Knie, Matyas Szabo schlug die Hände vor das Gesicht: Mit dem goldenen Abschluss einer spektakulären Aufholjagd sorgten die deutschen Säbelfechter am letzten Tag für den sportlichen und emotionalen Höhepunkt der Titelkämpfe in Düsseldorf. In einem packenden Finale entthronten die Herren des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) durch einen 45:43-Erfolg Vorjahressieger Ungarn mit Einzel-Olympiasieger Aron Szilagyi und sicherten der deutschen Mannschaft die erste Goldmedaille der EM.

          Der Einzel-Dritte Hartung, Szabo, Benedikt Wagner (alle Dormagen) und Björn Hübner-Fehrer (Werbach) waren als einer der Favoriten in den Wettkampf gestartet und erfüllten die Erwartungen. Mit dem EM-Titel unterstrichen sie zudem ihre Stellung als deutsches Vorzeige-Team – und machten darüber hinaus einen wichtigen Schritt in Richtung Olympia im kommenden Jahr. „Die Mentalität hat heute den Unterschied gemacht“, sagte Wagner im ZDF: „Man muss auch mal gewinnen, wenn man zurückliegt.“

          Nach schwachem Beginn liefen die Säbel-Herren nach den ersten drei Teilgefechten einem 4:15-Rückstand hinter. Hartung führte das deutsche Team aber mit seiner ganzen Klasse zurück ins Gefecht und glich mit dem Punkt zum 27:27 im sechsten Gefecht erstmals aus. Der wie entfesselt kämpfende Szabo sorgte kurz darauf mit dem 31:30 für die erste Führung und übergab mit einem 35:31-Zwischenstand wieder an Hartung. Beflügelt von der Begeisterung des Publikums ließen sich Wagner trotz einiger Schwächephasen im letzten Gefecht Gold nicht mehr nehmen.

          Schon in den Runden zuvor waren die deutschen Männer, die bereits 2015 EM-Gold geholt hatten, unheimlich entschlossen aufgetreten. Sowohl beim 45:40 gegen Frankreich als auch im Halbfinale gegen Italien (45:42) nahmen sie das Publikum mit - insbesondere Wagner heizte die Zuschauer immer wieder an und zeigte starke Leistungen. Der 28-Jährige holte Rückstände auf und entschied alle Teilgefechte für sich.

          Auch Hartung ging voran, kämpfte sich trotz Fußverletzung durch und ließ seinen Worten Taten folgen. Vor den Titelkämpfen hatte er das Team in den Fokus gestellt. „Jetzt gerade würde ich auf jeden Fall den Mannschaftstitel nehmen“, hatte der 29-Jährige im Vorfeld erklärt. Zwar verpasste der deutsche Vorzeigefechter als EM-Dritten den Titel-Hattrick im Einzel, mit dem Erfolg im Team erfüllte er sich aber dennoch das große EM-Ziel.

          Durch die vierte deutsche Medaille hat der DFeB eine ordentliche EM-Bilanz vorzuweisen. Einzel-Bronze von Hartung und Degenfechterin Alexandra Ndolo sowie die Silbermedaille der Florett-Herren sorgten dafür, dass die interne Vorgabe erreicht und durch den goldenen Abschluss der Säbel-Herren am letzten Wettkampftag sogar noch getoppt wurde.

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