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Basketball in Euroleague : Hilfe für den Piloten des FC Bayern

Der Pilot und seine Co-Piloten: Vladimir Lučić (links) gibt die Richtung vor. Bild: sampics / Stefan Matzke

Die Bayern-Basketballer gewinnen gegen den Euroleague-Favoriten aus Mailand. Nicht nur dessen Trainer erkennt bei den Münchnern eine Veränderung zur Vorsaison. Nun geht es zu Alba Berlin.

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          Am späten Dienstagabend saß Ettore Messina in dem kleinen Presseraum der Basketballhalle in München und erklärte, was er in dieser Saison noch nie erklären musste: eine Niederlage. In den ersten fünf Spielen der italienischen Serie A und in den ersten fünf Spielen der europäischen Euroleague hat er mit Armani Mailand immer gewonnen. Und weil Messina, 62 Jahre alt, einer der einflussreichsten Trainer in der Geschichte seines Sports ist, konnte er sofort erklären, warum es in München nicht für einen Sieg gereicht hatte: „Unsere Eins-gegen-eins-Verteidigung war heute nicht gut genug.“

          Wissen war nie wertvoller

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          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Auf dem Weg in den Presseraum war er an Fans des FC Bayern vorbeigekommen, die sich darüber freuten, dass ihre Mannschaft gegen einen der großen Favoriten in der Euroleague 83:77 gewonnen hatte. Sie waren nicht nur erheitert, sondern auch erleichtert. In den ersten fünf Spielen des Wettbewerbs hatte ihre Mannschaft viermal verloren.

          Jetzt hat sie aber ein Spiel gewonnen, das für mehr stehen könnte als nur einen Sieg in der Statistik. Und wenn man verstehen will, warum das so ist, sollte man nicht auf die Tabelle schauen, sondern auf Messina hören. Es gibt keinen Trainer – außer vermutlich den schlauen Spanier Aíto, der in diesem Sommer in Berlin zurückgetreten ist –, der sich in der vergangenen Saison so intensiv mit dem Basketball der Bayern auseinandergesetzt hat wie Ettore Messina.

          „Das macht einen großen Unterschied“

          In der Euroleague spielte er siebenmal mit Mailand gegen München. Zweimal in der Hauptrunde. Fünfmal in den Play-offs. Am Ende fehlten den Bayern nur vier Punkte, um ins Final Four vorzurücken. Als Messina nun im Presseraum gefragt wurde, wie deren neue Mannschaft sich im Vergleich zur alten verändert habe, sagte er: „Die Philosophie, der Stil und die Härte sind noch immer da. Am Perimeter sind sie aber sehr physisch und sehr versiert. Das macht einen großen Unterschied.“

          Perimeter? So nennt man im Basketball den Bereich entlang der Dreipunktelinie. Dort tummeln sich in den meisten Fällen nicht die ganz großen Spieler, sondern die sogenannten Guards und Forwards. Die, die schneller mit den Füßen sind. Die, die geschickter mit den Händen sind. Die, die am besten dribbeln, passen und werfen. Also die, die im modernen Basketball Spiele entscheiden.

          In München gibt es vor allem einen, der das kann: Vladimir Lučić aus Serbien. Am Dienstag sammelte er gegen Mailand 20 Punkte, vier davon in den finalen zwei Minuten. Er weiß, was in diesen Momenten, in denen ein Spiel entschieden wird, zu tun ist. Er ist der Pilot, der das Flug-zeug auch im Sturm sicher landen kann. Jetzt – das deutete sich im Match gegen Mailand an – scheint Lučić die Co-Piloten zu haben, die ihm in der vergangenen Saison fehlten. Allen voran die US-Amerikaner Darrun Hilliard (17 Punkte) und Corey Walden (16). Sie sind nicht nur geschickt und schnell im Eins-gegen-eins, sondern auch kräftig. Das ist der Unterschied, den Messina meint. „Ja“, sagte auch Andrea Trinchieri, der Trainer der Bayern, später im Presseraum, „wir haben ein bisschen mehr Variabilität im Angriff, mehr Optionen.“

          An diesem Donnerstag (20.00 Uhr kostenlos bei MagentaSport) geht es für seine Piloten und Crew-Mitglieder in der Euroleague auswärts weiter: im deutschen Duell gegen Alba Berlin

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