https://www.faz.net/-gtl-8e4pp

Basketball-Bundesliga : Bayern gewinnen hitziges Duell mit Alba

  • Aktualisiert am

Bayern und Berlin lieferten sich am Ende in hitziges Duell. Bild: dpa

Drei Viertel lang plätschert das Duell der Rivalen nur so dahin. Dann geht es bei Bayern gegen Berlin so richtig zur Sache. Nun blicken alle gespannt auf das vierte Duell in wenigen Tagen.

          Die Basketballer von Bayern München haben das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Alba Berlin klar für sich entschieden. Der Vizemeister gewann am Sonntag in einem am Ende extrem hitzigen Duell überraschend deutlich mit 96:65 (55:33) und nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage im Pokal-Finale an gleicher Stelle eine Woche zuvor. Bester Werfer bei den Gastgebern war vor 6700 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome Bryce Taylor mit 19 Punkten. Bei den Gästen kam Kresimir Loncar auf 15 Zähler.

          Bereits am Dienstag treffen beide Teams im Achtelfinal-Rückspiel des Eurocups erneut aufeinander. Das Hinspiel am Mittwoch in Berlin war 82:82 ausgegangen. Für Spannung ist im Audi Dome (20.00 Uhr / Live bei Eurosport und telekombasketball.de) also gesorgt.

          Im zweiten Topspiel des Tages zeigten die Brose Baskets Bamberg wieder einmal ihre derzeitige Ausnahmestellung. Gegen die Fraport Skyliners Frankfurt gewann der deutsche Meister nach Schwierigkeiten in der ersten Halbzeit am Ende doch noch klar mit 71:58 (37:34) und feierte seinen 14. Liga-Sieg in Serie. Bester Werfer bei Bamberg war Janis Strelnieks mit 18 Punkten, zudem glänzte Nationalspieler Daniel Theis in der Defensive mit sechs geblockten Würfen. Bei Frankfurt kam Jordan Theodore auf 21 Zähler.

          Nachdem die Bayern-Basketballer die Partie drei Viertel lang dominiert hatten und alles nach einem langweiligen Schlussabschnitt aussah, kam in den letzten zehn Minuten doch noch einmal große Hektik auf. Nach einem unsportlichen Foul von Akeem Vargas an Nationalmannschaftskollege Paul Zipser kochten die Emotionen auf beiden Seiten hoch. In der Folgezeit kassierte auch noch Zipser ein unsportliches Foul, der Münchner Alex Renfroe und Albas Dragan Milosavljevic wurden sogar disqualifiziert.

          „Ich wollte ihn nicht verletzen. Es war ein normales Foul, das hat der Hauptschiedsrichter zunächst ja auch so entschieden“, sagte Vargas nach der Begegnung bei telekombasketball.de. „Das sind zwei Teams mit großer Rivalität. Dass es da auch mal knallt, ist normal.“ Bayerns-Geschäftsführer Marko Pesic sah das etwas anders. „Ich schätze Akeem sehr und unterstelle ihm keinen Vorsatz. Aber die Gefahr, dass Paul sich in der Szene verletzt, ist da.“

          Die Berliner fielen durch die völlig verdiente Niederlage in der Tabelle weiter zurück. Dabei hatte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi vor der Begegnung noch einmal die Bedeutung des Spiels deutlich gemacht. „Es ist so eng in der Liga. Wir dürfen uns nichts mehr erlauben“, sagte Baldi angesichts von sieben Saisonniederlagen.

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Doch die Berliner schienen sich der Wichtigkeit der Partie überhaupt nicht bewusst zu sein. Von Beginn an kamen die Gäste immer einen Schritt zu spät, ließen jegliche Aggressivität vermissen. Die Bayern waren eine Woche nach der bitteren Final-Niederlage im Pokal dagegen von Beginn an hoch motiviert. Schon zur Pause führten sie mit 55:33.

          Und das, obwohl Nihad Djedovic wegen einer Verletzung an der Wade komplett fehlte und Maxi Kleber wegen Knieschmerzen nur auf der Bank saß. Wegen der Personalsorgen wollen die Bayern bis zum Ende der Wechselfrist um Mitternacht auch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Proteste gegen China : Hongkong ist eine Gefahr für die Weltwirtschaft

          Chinas innenpolitischer Konflikt bedroht die ohnehin schon trübe Weltkonjunktur. Auch Pekings Vorgehen gegen die Fluggesellschaft Cathay sollte deutschen Unternehmen eine Warnung sein – denn auch Daimler und Lufthansa gerieten schon mal ins Fadenkreuz.

          TV-Kritik: Anne Will : Wiederbelebung der Neiddebatte

          Die SPD hatte bisher das einzigartige Talent, die Probleme ihrer Konkurrenz zu den eigenen zu machen. Bei der Debatte um den Solidaritätszuschlag scheint das anders zu sein, wie bei Anne Will zu beobachten war.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.