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Faszination Wrestling? : Am Tag der Toten

Wrestler Orlando Silver während seines Kampfes im Ring. Bild: Jens Gyarmaty

Räudig und derb geht es zu im Ring beim Berliner „Underground Wrestling 5“. Der Show geht hartes Training voraus: „Sonst bricht man sich den Hals.“ Doch dahinter steckt viel mehr als das.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Orlando Silver taumelt in die Ecke des Rings. Der Rücken krumm, die weiße Maske in Fetzen. Sein Gegner, Just Rambo, schnappt sich eine mit Reißzwecken gefüllte Tüte und entleert sie in der Mitte des Kampfplatzes. Das Publikum raunt. Eine Frau, schwarze Haare, schwarzes T-Shirt, formt mit den Händen einen Trichter vor ihrem Mund und ruft „Yee-haw“. Neben ihr stiert ein Ordner mit zusammengepressten Lippen ins Nichts.

          Der auf Rambos Gesicht geschminkte Totenkopf hat sich längst in einen schwarz-weißen Schmierfilm verwandelt. Die Arme des bulligen Wrestlers hängen weit abgespreizt vom Körper herunter, die Schultern heben sich bei jedem Atemzug. In den vergangenen zehn Minuten sind beide Athleten nicht nur mit ihren Fäusten aufeinander losgegangen, auch Stühle und Kendo-Sticks kamen zum Einsatz. Orlando Silver geht wie ein startbereiter Sprinter in die Hocke und stützt sich mit der Hand auf sein linkes Knie.

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