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Beachvolleyball-EM : Glänzender Tag für deutsche Frauen

Partystimmung bei den deutschen Frauen: Laura Ludwig und Margareta Kozuch Bild: Picture-Alliance

Die deutschen Beachvolleyballerinnen zeigen sich bei der EM in Lettland vom Umzug in die Halle unbeeindruckt. Drei Teams ziehen ins Viertelfinale ein. Enttäuschend läuft es für die Männer.

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          Starker Auftritt der deutschen Frauen bei der Beachvolleyball-Europameisterschaften in Lettland: alle vier Teams sind ins Achtelfinale eingezogen, drei von ihnen schafften sogar den Einzug ins Viertelfinale – und die einzigen, die ausschieden, mussten einem deutschen Duell Tribut zollen.

          Für eine kleine Sensation sorgten an diesem Freitag Kim Behrens und Cinja Tillmann. Die nachgerückten Ersatzspielerinnen, die nicht den Status eines Nationalteams genießen und sich mit dem deutschen Volleyball-Verband wegen dessen Nominierungspraxis vor Gericht duellieren, besiegten zunächst die Russinnen Xenia Dabischa und Daria Rudich mit 2:0 (21:18, 21:13) – und warfen anschließend die an Nummer 1 gesetzten Schweizerinnen Nina Betschart und Tanja Hüberli mit 2:0 (21:18, 21:15) aus dem Turnier. Am Samstag werden ihnen nun gute Chancen eingeräumt, sich gegen die finnischen Außenseiterinnen Riikka Lehtonen/Niina Ahtiainen sogar ins Halbfinale vorzuspielen.

          Als Gruppensiegerinnen hatten Victoria Bieneck und Isabel Schneider das Achtelfinale auf direktem Weg erreicht. Deswegen mussten sie an diesem Freitag nur ein Spiel absolvieren. Nach einem harten Stück Arbeit setzten sie sich mit 2:1 (18:21, 21:16, 15:10) gegen die Polinnen Monika Brzostek / Aleksandra Gromadowska durch. Im Viertelfinale am Samstag treffen sie nun auf die tschechischen Weltklassespielerinnen Barbora Hermannová und Marketa Slukova.

          Die deutschen Meisterinnen Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur zogen nach der wetterbedingten Zwangspause vom Donnerstag mit einem 2:0 (21:14, 21:19) in der nachgeholten K.o.-Runde gegen die Spanierinnen Amaranta Fernández Navarro und Angela Lobato Herrero in die Runde der besten 16 Teams ein.

          Dort trafen sie nur vier Stunden später im deutschen Duell auf Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch, die sich bereits am Mittwoch auf direktem Weg fürs das Match qualifiziert hatten. Kozuch/Ludwig erwiesen sich als ausgeruhter und gewannen das Prestige-Duell, zugleich die Revanche für das verlorene Endspiel um die deutsche Meisterschaft am Timmendorfer Strand, in zwei Sätzen (21:15, 21:16). Im Viertelfinale kommt es nun zwischen den an Position 2 gesetzten Deutschen zum vorweggenommenen Endspiel gegen die an 3 plazierten Schweizerinnen Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich.

          Thole/Wickler früh gescheitert

          Für die deutschen Männer, allen voran die WM-Zweiten Julius Thole und Clemens Wickler, ist die EM dagegen schon enttäuschend früh zu Ende gegangen. Nachdem sie schon in der Vorrunde gegen die Niederländer Varenhorst/van de Velde verloren hatten, unterlagen die Hamburger in der notwendig gewordenen ersten K.o.-Runde mit 1:2 (24:26, 21:13, 12:15) gegen die Italiener Paolo Nicolai und Daniele Lupo. Damit ist das Position drei gesetzte deutsche Spitzen-Duo unerwartet früh ausgeschieden.

          Nicht besser lief es für die anderen Teams, von denen allerdings auch nicht viel erwartet wurde, da sie allesamt wegen Verletzungen kurzfristig zusammengestellt werden mussten. Philipp Arne Bergmann und Lukas Pfretzschner unterlagen in der Zwischenrunde den Italienern Jakob Windisch und Adrian Carambula mit 1:2 (21:16, 17:21, 10:15). Nils Ehlers und Simon Pfretzschner waren ebenso wie Armin Dollinger und Sven Winter sogar schon nach den Gruppenspielen ausgeschieden.

          Die EM steht insgesamt unter unglücklichen Vorzeichen. Nachdem am Donnerstag wegen des schlechten Wetters alle Spiele ausfallen mussten und das Turniergelände unmittelbar am Ostseestrand sogar von Sturm und Regen unter Wasser gesetzt wurde, mussten am Freitag alle Partien kurzfristig auf die Außenplätze einer Beachvolleyball-Halle nahe Riga verlegt werden.

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