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Neue Studie zu Bewegungsmangel : Fast jeder zweite Deutsche treibt keinen Sport

„Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen, ist eine sehr gute Möglichkeit für mehr Bewegung im Alltag“, lautet ein Tipp der Deutschen Sporthochschule. Bild: dpa

Viele Deutsche bewegen sich zu wenig, das zeigt eine aktuelle Befragung. Verantwortlich dafür ist auch der Corona-Effekt. Vor allem das Homeoffice erweist sich als Bewegungskiller.

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          Die Corona-Pandemie hat den Bewegungsmangel unter Erwachsenen in Deutschland noch einmal verschärft. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Techniker Krankenkasse, die an diesem Mittwoch vorgestellt worden ist.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Demnach bewegt sich etwa ein Drittel der Deutschen zu wenig und gab an, weniger als eine halbe Stunde pro Tag aktiv zu sein. Beinahe jeder zweite Deutsche (45 Prozent) treibe nie oder nur selten Sport. Verantwortlich dafür ist unter anderem der Corona-Effekt. Die Pandemie hat demnach nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Sportgewohnheiten vieler Menschen verändert.

          WHO empfiehlt 150 Minuten Aktivität pro Woche

          Vor allem das Homeoffice erweist sich als Bewegungskiller. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich dort im Vergleich mit ihrem eigentlichen Arbeitsplatz weniger bewegen. Hauptgründe hierfür seien das Fehlen eines Arbeitsweges (70 Prozent) sowie ein Mangel an Motivation (48 Prozent). „Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen, ist eine sehr gute Möglichkeit für mehr Bewegung im Alltag, die ohne zeitlichen Mehraufwand zu nachweislich positiven Effekten für die Gesundheit beiträgt“, sagt der Sportwissenschaftler Oliver Quittmann von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

          Zuletzt veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem „Global Status Report on Physical Activity 2022“ besorgniserregende Zahlen. Demnach dürften zwischen 2020 und 2030 weltweit beinahe 500 Millionen Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit, Depressionen und Demenz erkranken – auch weil sie sich nicht ausreichend bewegen. Bewegen sich in ärmeren Ländern rund 16 Prozent der Menschen zu wenig, sind es in Länder mit hohem Einkommen durchschnittlich mehr als dreißig Prozent.

          Die WHO empfiehlt für Erwachsene pro Woche mindestens 150 Minuten körperliche Aktivität, um präventiv gegen Krankheiten zu wirken. Dazu zählt nicht nur intensives Training, sondern bereits auch Fahrradfahren sowie schnelles Gehen.

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