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Fall Steuer : BMI stoppt Mittel für Eislauf-Union

  • Aktualisiert am

Trainer Steuer und sein Paar Sawtschenko/Szolkowy Bild: AP

Weil die DEU den Stasi-belasteten Trainer Ingo Steuer als Betreuer der Paarläufer Aljona Sawtschenko/Robin Szolkowy für zwei Wettkämpfe benannte, hat das Bundesinnenministerium sämtliche Mittel für den Verband storniert.

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          Der wirtschaftlich ohnehin angeschlagenen Deutschen Eislauf-Union (DEU) droht kurz vor Saisonbeginn der finanzielle Kollaps. Nachdem die DEU den Stasi-belasteten Trainer Ingo Steuer (Chemnitz) als Betreuer der Paarläufer Aljona Sawtschenko/Robin Szolkowy für zwei Grand-Prix-Wettkämpfe benannte, hat das Bundesinnenministerium (BMI) umgehend sämtliche Mittel für den Verband storniert.

          "Auf die Ankündigung des DEU-Präsidiums, Herrn Steuer wieder das Sportpaar betreuen zu lassen, hat das BMI reagiert. Es wurde eine Stellungnahme der DEU zum Thema angefordert und die Auszahlung der Fördergelder gestoppt", sagte ein BMI-Sprecher. Der 39 Jahre alte Ingo Steuer war Ende Januar als IM "Torsten" entlarvt und nicht als Betreuer für die Olympischen Winterspiele in Turin akkreditiert worden. Er klagte sich per einstweiliger Verfügung ins Team.

          BMI akzeptiert private Finanzierung Steuers nicht

          Bei der DEU war am Mittwoch weder vom neuen Präsidenten Dieter Hillebrandt, der sich im Urlaub befindet, noch von Sportdirektor Udo Dönsdorf eine Stellungnahme zu erhalten. Vorgesehen ist, daß Sawtschenko/Szolkowy bei den Grand-Prix-Wettbewerben in Nanjiang (9. bis 12. November) und in Moskau (23. bis 26. November) die deutschen Farben vertreten und von Steuer begleitet werden. "Darauf arbeiten wir intensiv hin", sagte Steuer, der von den jüngsten Entwicklungen noch keine Kenntnis hatte.

          Das BMI will die Sanktionen gegen den Verband so lange aufrechterhalten, "bis eine Klärung der Situation eintritt". Das für Sport verantwortliche Bundesministerium wird auch eine von privaten Sponsoren finanzierte Arbeit Steuers für den Verband nicht akzeptieren, wenn der frühere Paarlaufweltmeister in der Konsequenz bei internationalen Wettkämpfen weiterhin der DEU-Delegation angehört. Wegen Steuers politischer Vergangenheit hatte das BMI bereits jegliche finanzielle Unterstützung für den Trainer gestrichen. Nunmehr gilt dasselbe für den gesamten Verband.

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