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Schach-Kandidatenturnier : Top-Favorit mit klarem Sieg dank Überraschung

  • Aktualisiert am

Fabio Caruana spielte gleich mal eine überraschende Eröffnung. Bild: dpa

Wer darf bei der Schach-WM 2020 gegen Weltmeister Magnus Carlsen antreten? Fabiano Caruana ist der Top-Favorit beim Kandidatenturnier. Und der Amerikaner zeigt gleich zu Beginn seine Klasse.

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          Top-Favorit Fabiano Caruana aus den Vereinigten Staaten hat beim WM-Kandidatenturnier seine Klasse gezeigt. Der 27 Jahre alte Großmeister ließ Kirill Alekseenko aus Russland mit den weißen Figuren keine Chance und beendete die Partie nach weniger als drei Stunden erfolgreich. Caruana setzte am Mittwoch auch auf den Überraschungsmoment. „Ich spielte eine sehr scharfe Variante, die für Weiß riskant ist. Aber er konnte unmöglich sehr gut darauf vorbereitet gewesen sein, da ich diese Eröffnung noch nie gespielt habe“, sagte Caruana.

          Das Kandidatenturnier findet noch bis zum 3. April im russischen Jekaterinburg statt. Das Preisgeld beträgt 500.000 Euro. Der Sieger erkämpft sich das Recht, den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen (Norwegen) herauszufordern. Die WM soll im Rahmen der Weltausstellung Expo in Dubai Ende des Jahres stattfinden.

          Nach seinem überraschenden Auftakt-Erfolg verpasste Wang Hao nur knapp seinen zweiten Sieg. Der Chinese gewann gegen den Niederländer Anish Giri im Endspiel einen Bauern, konnte ihn aber nicht zum Sieg verwerten. Nach 5 Stunden und 45 Minuten trennten sich die Kontrahenten in der längsten Partie des Tages remis.

          Für den vor dem Turnier hochgehandelten Ding Liren aus China ist das Rennen um die Qualifikation für das WM-Match gegen Carlsen praktisch gelaufen, bevor es überhaupt richtig begonnen hat. Nach der Niederlage gegen Wang Hao verlor die Nummer drei der Weltrangliste auch die zweite Partie gegen Maxime Vachier-Lagrave aus Frankreich. „Es sieht so aus, als ob er in der Quarantäne in Moskau vergiftet wurde“, witzelte der Russe Alexander Grischtschuk über den schlechten Start seines Kollegen im Anschluss.

          Für die eigene Partie gegen seinen Landsmann Jan Nepomnjaschtschi, die fast ereignislos remis endete, fand der 36-jährige Großmeister auch kein Lob. „Ich habe die Hälfte der Partie verschlafen. Keine Ahnung, was ich gedacht habe. Dann wachte ich auf und hatte nur noch sechs Minuten auf der Uhr. Mit so wenig Zeit habe ich erst gar nicht versucht auf Gewinn zu spielen.“

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