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Extremradfahrer Martin Neitzke : „Everesting“ am Feldberg

  • -Aktualisiert am

Mann der Extreme: Am Feldberg bewältigt Martin Neitzke 8946 Höhenmeter. Bild: Lando Hass

Martin Neitzke ist ein Mann der Extreme. Von Sonnenaufgang bis -untergang kämpft er am Feldberg und bereitet sich auf sein nächstes Abenteuer vor. Unser Autor ist mit ihm hochgeradelt.

          5 Min.

          Martin Neitzke nimmt eine Hand vom Lenker, ein paar mächtige Schweißtropfen landen auf dem Oberrohr seiner Rennmaschine und formen dort einen langen, schmalen See. Er winkt mit einer wischenden Bewegung aller fünf Finger, so wie es Radler an der Spitze einer Gruppe tun, wenn sie den Mitfahrern Gefahr signalisieren. Er fährt einen kleinen Bogen um eine volle, aufgeplatzte Windel am rechten Straßenrand. Nicht weit hinter der sogenannten Applauskurve, die mit ihren rot-weißen Randsteinen an eine Formel-1-Rennstrecke erinnert und Kraft- und Kradfahrer am Feldberg in Hessen nicht selten zu riskanten Manövern veranlasst. Auch Neitzke, man kann es nicht anders sagen, ist ein Kraftfahrer. Ein Muskelkraftfahrer der besonderen Art. Mit einem besonderen Tagesziel.

          „Die Windel liegt schon seit heute Morgen hier“, sagt Neitzke, ohne eine Spur von Kurzatmigkeit in der Stimme. Also schon seit mindestens 6 Uhr früh, als er am Kreisverkehr in Oberursel-Hohemark anfing, in die Pedale zu treten. Nun ist es 17.30 Uhr, und Neitzke befindet sich auf seiner dreizehnten Auffahrt zum Gipfel des Feldbergs. „So langsam wird es zäh“, sagt er, schaut auf die Daten und sieht, dass seine heute verbrauchten Kalorien die 8000er-Marke überschritten haben: „Dafür gehen meine Wattwerte langsam runter.“

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