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Dirk Nowitzki : „Bitter, wo wir da hingekommen sind“

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„In der Kabine habe ich immer gesagt: Tu mal dein Handy weg“: Dirk Nowitzki Bild: Reuters

Als er seine NBA-Karriere begann, gab es noch kein Social Media. Nun kritisiert der zurückgetretene Basketball-Star Dirk Nowitzki die inflationäre Smartphone-Nutzung – und erzählt, wie es in Dallas in der Kabine zuging.

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          Der als Profi zurückgetretene Basketball-Star Dirk Nowitzki hält nichts von der inflationären Smartphone-Nutzung, die sich in den vergangenen Jahren breitgemacht hat. „Vor 20 Jahren gab es noch keine sozialen Netzwerke. Mittlerweile kommt man in die Umkleide und alle 15 Spieler schauen erstmal die eigenen Highlights auf Instagram. Das ist schon bitter, wo wir da hingekommen sind“, sagte der 41-Jährige am Montag beim Leadership Festival des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt.

          Er selbst habe in seinen 21 Basketball-Jahren bei den Dallas Mavericks immer versucht, alle Spieler mitzunehmen, gerne auch mit Späßen oder Trashtalk. „In der Kabine habe ich immer gesagt: Tu mal dein Handy weg und lass uns mal über das Spiel sprechen“, berichtete Nowitzki über Unterhaltungen vor allem mit jüngeren Mitspielern. Der gebürtige Würzburger hat im April seine Karriere als Profi beendet.

          Nowitzki vermisst den Leistungssport nach 21 Jahren bei seinen Dallas Mavericks. „Jetzt kribbelt es natürlich. Das ist jetzt schon ein anderes Gefühl, da nicht dabei zu sein. Das beißt schon ein bisschen. Aber ich schätze mal, das wird mit der Zeit besser werden“, sagte er. Nowitzki erklärte im Oktober, er habe ein halbes Jahr nach dem Rücktritt überhaupt nichts gemacht und das Leben bei vielen Reisen genossen. Der gebürtige Würzburger erhielt in der vergangenen Woche in Berlin das Bundesverdienstkreuz. Was er in Zukunft macht, hat Nowitzki noch nicht entschieden.

          DFB-Direktor Oliver Bierhoff versucht schon seit längerer Zeit, den ehemaligen Basketball-Star für einen Besuch bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu gewinnen. „Ich will dich seit Jahren zur Nationalmannschaft lotsen. Ich finde es super, dass du heute hier bist“, sagte Bierhoff zum Auftakt des Workshops. Ein Besuch beim Team von Trainer Joachim Löw habe bisher terminlich nicht geklappt. Bierhoff lobte Nowitzki in den höchsten Tönen.

          „Wenn man von Vorbildern spricht, sind unsere Nationalspieler die Messlatte. Es gibt wenige Spieler, zu denen sie wirklich hochschauen. Dirk Nowitzki ist ein solcher Fall„, sagte der frühere Stürmer. In einer Teambesprechung des Nationalteams habe man jüngst zwei Vorbilder des Weltsports thematisiert: Tennis-Profi Roger Federer und Nowitzki. „Er war nicht nur ein Weltklasse-Basketballer, sondern der Mensch und die Haltung waren schon beeindruckend“, sagte Bierhoff.

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