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European League of Football : Frankfurt Galaxy gewinnt Titel nach Football-Krimi

  • -Aktualisiert am

Nico Strahmann (links) und Lorenz Regler nach einem Touchdown für Frankfurt Galaxy. Bild: Picture-Alliance

Nach einem packenden Finale gewinnt Frankfurt Galaxy gleich im ersten Jahr den Titel der neu gegründeten European League of Football. Quarterback Jakeb Sullivan wird Sekunden vor Schluss zum Matchwinner.

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          Im ersten Jahr gleich der erste Titel: Frankfurt Galaxy hat das Finale der neu gegründeten European League of Football (ELF) gewonnen. Gegen die Hamburg Sea Devils gewann die Mannschaft im Endspiel nach einer hochspannenden Schlussphase 32:30 (20:17). Quarterback Jakeb Sullivan erzielte 23 Sekunden vor dem Schlusspfiff den entscheidenden Touchdown. „Es ist unglaublich“, sagte der Amerikaner, der auch als wertvollster Spieler der Partie ausgezeichnet wurde, später. „Ich habe sogar schon geweint.“

          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.

          Dabei hatte die Partie vor etwa 20.000 Zuschauern im Düsseldorfer Fußballstadion alles andere als gut begonnen für die Frankfurter, die in der zurückliegenden Saison häufig durch eine außerordentliche Defensivleistung auf sich aufmerksam gemacht hatten. Genau diese Defensive erwischte nun gegen Hamburg einen eher durchwachsenen Start, auch der sonst variablen und sicheren Offensive der Galaxy unterliefen in der ersten Hälfte gleich mehrere ungewohnte Fehler. Quarterback Jakeb Sullivan verfehlte mit seinen Würfen einige Male seine Mitspieler, diese wiederum ließen andere, gut geworfene Pässe einige Male nahezu unbedrängt fallen. 

          Höhepunktreiches und ausgeglichenes Spiel

          Durch einen Touchdown und ein Field Goal gingen die Sea Devils, bei denen Starspieler Kasim Edebali, früher Profi in der National Football League (NFL), nach einer langen Verletzungspause rechtzeitig zurückgekehrt war, so zunächst verdient in Führung. Auch weil sie immer wieder die nötigen Lücken in der Frankfurter Verteidigung fanden – oder sogar durch Stellungsfehler geboten bekamen.

          Erst im zweiten Viertel stabilisierte sich das Spiel der Galaxy. Und Gennadiy Adams war bei einer der ersten zwingenden Offensivaktionen Frankfurts umgehend zur Stelle: Der amerikanische Passempfänger verkürzte mit einem Touchdown.

          Weil dann auch die Galaxy-Verteidigung mehr und mehr in die Partie fand, entwickelte sich von da ein bis zur Halbzeit höhepunktreiches – und vor allem ausgeglichenes Spiel: Erst sorgte Nico Strahmann für die erste Frankfurter Finalführung, ehe Hamburg ein weiterer Touchdown gelang. Fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff fing Anthony Mahoungou schließlich noch einen Pass von Sullivan in der Endzone und brachte die Galaxy damit ein weiteres Mal in Front.

          Umkämpftes Spiel in Düsseldorf: Das Finale zwischen Frankfurt Galaxy und den Sea Devils aus Hamburg hat einiges geboten.
          Umkämpftes Spiel in Düsseldorf: Das Finale zwischen Frankfurt Galaxy und den Sea Devils aus Hamburg hat einiges geboten. : Bild: Picture-Alliance

          Dieses hohe Tempo setzte sich so zumindest phasenweise auch nach dem Wechsel fort, obwohl das ELF-Finale insgesamt ein eher geringeres Niveau aufwies als nicht wenige der regulären Saisonspiele in den vergangenen Monaten. Auch eine der größten Schwächen sämtlicher Mannschaften der europäischen Liga zeigte sich abermals: Viele Fouls und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten des Balls verzögerten den Spielfluss immer wieder und brachten beide Mannschaften um wichtigen Raumgewinn. 

          Die ersten Punkte des dritten Viertels erzielte Hamburgs Quarterback Jadrian Clark, in dieser Partie eine der großen Stützen seiner Mannschaft, der selbst in die Endzone lief. Sea-Devils-Kicker Philipp Friis Andersen legte etwas später mit einem Field Goal nach. Frankfurt traf in dieser Phase einige Fehlentscheidungen in der Offensive, weshalb Hamburg bis in das vierte Viertel hinein immer wieder in Angriffsrecht kam und Zeit von der Uhr nehmen konnte.

          Kevin Mwamba verkürzte dann aber nach einem weiteren Hamburger Field Goal, ehe Sullivan seine Mannschaft ein letztes Mal über das Feld führte und wenige Augenblicke vor dem Spielende selbst einen Touchdown erzielte. Hamburg erhielt mit nur noch vier Sekunden Restspielzeit zwar noch einmal die Chance auf ein Field Goal, doch Andersen verschoss aus großer Distanz, und Frankfurt Galaxy jubelte über die erste Meisterschaft in der ELF.

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