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European League of Football : Verlieren verboten für Frankfurt Galaxy

Zurück in der Spur: Frankfurt Galaxy in der European League of Football Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Mit großen Zielen startete Frankfurt Galaxy in die ELF-Saison. Dann setzte es zwei Niederlagen zum Auftakt. Nun ist das Team zurück in der Spur, doch eine weitere Pleite kann sich der Titelverteidiger kaum leisten.

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          „Den Start haben wir in den Sand gesetzt.“ So nüchtern und doch ehrlich beschreibt Thomas Kösling den Auftakt seiner Mannschaft in die neue Saison der European League of Football (ELF), in die Frankfurt Galaxy als Vorjahressieger mit großen Zielen und noch größeren Erwartungen gegangen war. Zwei Niederlagen zu Beginn sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn Kösling, der Cheftrainer der Mannschaft, für beide Erklärungsansätze hat.

          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.

          Nun ist es aber so, dass man den Lauf der Vergangenheit auch mit den besten Erklärungsansätzen nicht verändern kann, und deshalb machte Kösling im Gespräch mit der F.A.Z. sehr schnell das, was er immer macht, wenn er Rückschläge zu verkraften hat: Mund abwischen, abhaken, weitermachen. „Unsere Tendenz ist klar aufsteigend, wir kommen so langsam in die Spur“, führte der Galaxy-Coach wie zum verbalen Beweis an, dabei kann er dafür mittlerweile auch bedenkenlos Taten sprechen lassen: Zwei Niederlagen gegen Rhein Fire und den diesjährigen Titelfavoriten Vienna Vikings ließ Frankfurt schließlich zwei Siege folgen, einmal gegen die Panthers Wrocław aus Polen und zuletzt gegen die Cologne Centurions.

          Reece Horn bringt NFL-Erfahrung

          Was also halten von diesem Start in die neue, zweite Saison in der ELF? Gerade noch mal gut gegangen, könnte man sagen, irgendwo zwischen Top und Flop. Wobei Kösling zuversichtlich ist, dass er und sein Team die Auftaktprobleme mehr und mehr in den Griff bekommen werden. Der „zu große“ Druck für einige seiner Spieler – Erklärungsansatz für Niederlage Nummer eins – sei mittlerweile abgeschüttelt, Verletzungssorgen und fehlender Rhythmus – Erklärungsansatz für Niederlage Nummer zwei – zumindest teilweise zu den Akten gelegt.

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          Regeln, Positionen, Begriffe : Was Sie über Football wissen müssen Bild: Picture-Alliance

          Zwar bleibt die Liste der Ausfälle lang, Stützen wie Sebastian Gauthier, Lars Hampel und Gennadiy Adams fallen sogar für den Rest der Saison aus, doch Quarterback Jakeb Sullivan, der mit einer Rippenblessur selbst ein Spiel verpasste, kommt immer besser in Schwung. Mit dem NFL-erfahrenen Wide Receiver Reece Horn, den Galaxy an diesem Montag vorstellte, bekommt Sullivan zudem eine neue Anspielstation, von der sich die Verantwortlichen in Frankfurt sehr viel versprechen.

          Und nun? Steht Galaxy mit zwei Siegen und zwei Niederlagen an Platz zwei der Central Conference; am kommenden Sonntag (15.00) würde ein Sieg im „absoluten Topspiel“ (Kösling) gegen die Raiders Tirol in Innsbruck zumindest diesen Gruppenrivalen distanzieren. Allerdings, und das schlägt stärker ins Gewicht, bleibt der andere Gruppenrivale, und genau auf diesen wird es ankommen im weiteren Saisonverlauf, auch weiterhin enteilt: Die Vikings aus Wien, in diesem Jahr frisch zur ELF gestoßen, ziehen mit vier Siegen aus vier Spielen einsam ihre Kreise und nicht nur Kösling dürfte sich die Frage stellen, wie er mit seiner Mannschaft gegen diese österreichische Übermacht im Kampf um die Play-offs ankommen soll.

          Eine weitere Niederlage, so viel steht jedenfalls fest, werden sich die Frankfurter in der eng umkämpften Liga kaum leisten können. Ihr Ziel lautet schließlich: die Titelverteidigung.

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