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Basketball beim FC Bayern : Am Tisch mit Europas Elite

Mit Energie in Europa: Jalen Reynolds und die Basketballer des FC Bayern spielen eine famose Euroleauge-Saison. Bild: dpa

Die Euroleague hat dem FC Bayern eine Dauerkarte für ihren Wettbewerb angeboten. Einen Deal gibt es noch nicht, aber daran zweifelt keiner. Denn beide Organisationen sind aufeinander angewiesen.

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          An dem Abend, an dem seine Fußballmannschaft in Kiel aus dem Pokal ausgeschieden ist, saß Herbert Hainer, der Präsident des FC Bayern, in einer Halle in München und schaute sich ein Basketballspiel an. Als das letzte Viertel anfing, war er fast bis zur Kante seines Sitzes vorgerutscht. Er ballte die rechte Faust, wenn seine Spieler den Ball durch den Ring warfen und wiederholte das, wenn die Spieler von Zenit St. Petersburg den Ring verfehlten.

          Christopher Meltzer

          Sportkorrespondent in München.

          Das Basketballteam in seinem Verein ist Hainer ans Herz gewachsen. Manchmal, wenn eine Partie besonders aufregend ist, telefoniert er danach mit Uli Hoeneß, seinem Vorgänger. Sie wollen mit der Basketballabteilung des FC Bayern das, was sie mit der Fußballabteilung schon haben: einen Stammplatz am Tisch mit Europas Elite. Und an diesem Abend könnten sie ihrem Ziel ein entscheidendes Stück nähergekommen sein. Das hatte aber nicht damit zu tun, dass ihre Bayern in der Euroleague St. Petersburg besiegt haben, sondern mit dem Mann mit grauen Haaren, der auf der Tribüne ein paar Reihen hinter Herbert Hainer saß.

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          Am 19. Spieltag der Euroleague ist der Mann in München aufgetaucht, der für sie verantwortlich ist: Jordi Bertomeu, 62 Jahre alt, Spanier. Als CEO und Präsident leitet er Euroleague Basketball, ein privates Unternehmen, das die zwei besten Vereinswettbewerbe des Kontinents veranstaltet: den Eurocup und eben die Euroleague, die als zweitbeste Basketballliga der Welt gilt, hinter der nordamerikanischen NBA. Vor dem Spiel zwischen München und St. Petersburg hat sich Bertomeu mit Hainer verabredet und der Präsident der Euroleague hat dem Präsidenten des FC Bayern etwas angeboten, das die Zukunft beider Organisationen maßgeblich prägen könnte: eine Dauerkarte für seinen Wettbewerb.

          Wenn man das Angebot und seine Folgen verstehen will, sollte man wissen, wie die Euroleague funktioniert. Sie sucht sich ihre Teilnehmer anders aus als der europäische Fußballverband Uefa für die Champions League, wo für einen Startplatz meistens das Abschneiden in der nationalen Liga entscheidend ist. In der Euroleague dagegen sind von den 18 Klubs, die Jahr für Jahr mitspielen dürfen, elf automatisch gesetzt: FC Barcelona, Real Madrid, Baskonia Vitoria-Gasteiz, Panathinaikos Athen, Olympiakos Piräus, Anadolu Efes Istanbul, Fenerbahce Istanbul, Zalgiris Kaunas, Maccabi Tel Aviv, Olimpia Armani Mailand, ZSKA Moskau. Sie müssen sich nicht qualifizieren, weil ihnen die Liga zumindest in Anteilen gehört.

          „Als Markt ist Deutschland für uns sehr wichtig“ 

          Als sogenannte A-Lizenz-Inhaber haben sie sich in den Wettbewerb, in dem sie spielen, eingekauft und laden Saison für Saison unterschiedliche Mannschaften ein, die sich mit ihnen messen und vermarkten dürfen. In der Zukunft, so hat es Jordi Bertomeu vor dem Spiel in München in einer Presserunde gesagt, hofft er, dass in der Euroleague nur noch Vereine spielen, die gleichzeitig Miteigentümer sind. In Spanien, Griechenland, der Türkei, Litauen, Israel, Italien und Russland hat Bertomeu schon Käufer gefunden. Er sagt aber auch: „Als Markt ist Deutschland für uns sehr wichtig.“ Und damit zu seinem Angebot.

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