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Erik Zabel : „Wenn die Pumpe 160 schlägt, schalte ich den Fernseher aus“

  • Aktualisiert am

„Erst mußte ich schon ganz schön schlucken” Bild: dpa/dpaweb

Radprofi Erik Zabel über die Probleme, erstmals seit 1995 die Tour de France als Zuschauer zu erleben.

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          Radprofi Erik Zabel über die Probleme, die Tour de France als Zuschauer zu erleben.

          Zum ersten Mal seit 1995 sind Sie nicht bei der Tour de France dabei. Freuen Sie sich auf die Fernsehübertragungen?

          Wenn es bei den Sprintetappen auf die letzten fünf Kilometer geht und meine Pumpe schlägt 160 - dann schalte ich wahrscheinlich den Fernseher aus.

          Sie sollten bei der ARD die Etappen kommentieren.

          Ich werde wahrscheinlich nur das letzte Wochenende kommen. Die Sprinter-Kollegen in der ersten Woche zu kommentieren, wäre emotional für mich nicht so einfach gewesen. Die Sache war mir zu heiß, irgendwie hätte ich zwischen den Stühlen gesessen. Wenn ich kritisch spreche, sagen die Fans: Der ist gefrustet. Wenn ich positiv rede, sagen sie: Der guckt durch die T-Mobile-Brille.

          Wie ist Ihre Sicht zur Entscheidung der Teamleitung, Sie diesmal nicht zur Tour mitzunehmen?

          Erst mußte ich natürlich ganz schön schlucken. Ich wollte Teil des Tour-Teams für Jan sein. 1996 und 97 hatten wir das zusammen mit den Siegen von Riis und Ullrich ja auch gut hingekriegt. Aber ich habe dann Walter Godefroots Argument ganz gut verstanden, der sagte: Wenn du Wasserträger bist, bist du kein Sprinter mehr.

          Ihre Tour-Alternative heißt jetzt Österreich-Rundfahrt. Gab es Druck, dort zu fahren?

          Die Entscheidung wurde mir überlassen. Für T-Mobile hat diese Rundfahrt, für die die österreichische Abteilung Presentingsponsor ist, einen besonderen Stellenwert. Der Chef von T-Mobile Österreich hat gefragt, ob ich komme. Jetzt ist er happy.

          Wie meinten Sie das, als Sie nach Ihrem dritten Platz bei den Titelkämpfen in Mannheim sagten, Sie wollten den 18jährigen Sensationsmeister Gerald Ciolek „unter Ihre Fittiche“ nehmen?

          Vielleicht gibt es eine Chance für ihn, da zu fahren, wo ich fahre. Ich könnte ihm helfen. Ich werde bald 35 - da braucht er keine Angst zu haben, daß ich mich auf seine Kosten noch profilieren wollte.

          Ihr Kontrakt läuft aus. T-Mobile hat Ihnen einen Zweijahresvertrag und eine anschließende Weiterbeschäftigung angeboten, Sie haben aber noch nicht unterschrieben - warum?

          Ich habe ein gutes Angebot von Olaf Ludwig. Ich hoffe, wir finden eine Lösung, die beide Seiten glücklich macht. Die vier Wochen Bedenkzeit tun mir jetzt ganz gut.

          Wer gewinnt die Tour?

          Auf einen Tip möchte ich verzichten.

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