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Niederlage bei Hopman Cup : Das Ende der Titelträume von Zverev und Kerber

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Am Ende hat es nicht gereicht: Wieder war das deutsche Tennis-Team um Alexander Zverev beim Hopman Cup im Finale unterlegen. Bild: AP

Roger Federer und Belinda Bencic waren zu stark: Dem deutschen Tennis-Duo Alexander Zverev und Angelique Kerber ist keine Revanche im Finale des Hopman Cups gelungen. Doch die Entscheidung war knapp.

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          Noch ist ja nicht sicher, ob der Hopman Cup eine Zukunft haben wird und falls ja, wie diese Zukunft aussehen könnte. Aber gäbe es ein besseres Argument für den Fortbestand dieses Wettbewerbes als das Turnier des Jahres 2019, als das Finale zwischen den Schweizern und den Deutschen und speziell den allerletzten Punkt dieses Spiels?

          Am Ende hüpften die Titelverteidiger Roger Federer und Belinda Bencic wie auf einem Trampolin der Freude, und alles, was sie später über die letzten Sekunden der Partie erzählten, machte einfach gute Laune. Federer ist nun der einzige in mehr als drei Jahrzehnten des Hopman Cups, der den Pokal dreimal gewann, Bencic und er sind die einzigen, die den Titel in der gleichen Besetzung je verteidigten.

          Der letzte Punkt entschied die ganze Chose – hätten ihn Angelique Kerber und Alexander Zverev gewonnen, hätten sie sich die Trophäe geschnappt. Das ungewöhnliche Format im Mixed mit kurzen Sätzen auf 4 und am Ende bei Gleichstand einem Tiebreak, den das Team gewinnt, das fünf Punkte gewinnt, führte zum ultimativen Showdown beim Stand von 4:4 in Tiebreak des dritten Satzes. Und dieser allerletzte Punkt war spektakulär. Federer und Bencic standen am Netz und spielten einen Volley nach dem anderen, Kerber und Zverev versuchten zu passieren, doch sie kamen nicht an den Schweizern vorbei.

          Natürlich geht es beim Hopman Cup nicht um Dimensionen eines Grand-Slam-Titels, eines Davis-Cup oder Fed-Cup-Finales, aber in den Momenten nach dem Matchball waren die Deutschen deshalb nicht weniger enttäuscht über die unfassbar knappe Niederlage. Für Zverev war es die zweite Niederlage an diesem Tag, zuvor hatte er im Einzel 4:6, 2:6 verloren. Federer sei klar besser gewesen, meinte er hinterher unumwunden, grundsätzlich sei er aber mit der Woche recht zufrieden. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als er noch mitten im Aufbautraining steckte und von vier Einzeln nur eines gewonnen hatte, verabschiedete er sich diesmal mit drei Siegen und deutlich besserer Form.

          Doch Angelique Kerber war ihm auch diesmal ein paar Schritte voraus. Die Wimbledonsiegerin gewann nicht nur alle vier Einzel der Woche gegen starke Gegnerinnen wie Garbiñe Muguruza aus Spanien, die Französin Alizé Cornet, Ashleigh Barty aus Australien und zum Schluss gegen Belinda Bencic. Sie wirkte dabei noch souveräner als im vergangenen Jahr, noch entschlossener und noch fitter, und sie begeisterte die Zuschauer bisweilen mit Kunstschüssen. Selbst Federer war sichtlich angetan und applaudierte, nachdem sie einen seiner Volleys in einen atemraubenden Punkt verwandelt hatte.

          Natürlich könne man die Ergebnisse und Erlebnisse nicht mit jenen bei größeren Turnier vergleichen, sagte Kerber zum Abschied, aber jeder einzelne dieser Siege sei gut fürs Selbstvertrauen gewesen. „Das sind Matches, die mir zeigen, dass ich auf einem guten Weg bin.“ Auf diesem Weg kann, wenn nicht alle Anzeichen täuschen, eine Menge passieren. In dieser Woche beim Turnier in Sydney, wo sie Titelverteidigerin ist, und vor allem danach in Melbourne bei den Australian Open.

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