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Empfehlung der Steiner-Kommission : Goldmann wieder Bundestrainer?

  • Aktualisiert am

Gute Chancen auf Weiterbeschäftigung beiM DLV: Werner Goldmann Bild: dpa

Im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) wird die Weiterbeschäftigung des Trainers Werner Goldmann diskutiert. „Wir werden uns mit dem Bundesinnenministerium und dem Deutschen Olympischen Sportbund beraten“, sagte DLV-Präsident Clemens Prokop.

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          Im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) wird die Weiterbeschäftigung des Trainers Werner Goldmann diskutiert. „Wir werden uns mit dem Bundesinnenministerium und dem Deutschen Olympischen Sportbund beraten“, sagte DLV-Präsident Clemens Prokop. Eine Entscheidung könne nur im Einvernehmen fallen.

          Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die unabhängige Dopingkommission des DOSB unter Vorsitz von Udo Steiner, dem früheren Bundesverfassungsrichter, nach einem Gespräch mit Goldmann Mitte Mai empfohlen hatte, ihn weiter als Bundestrainer zu beschäftigen, obwohl ein ehemaliger Sportler den Trainer des Dopings von Minderjährigen beschuldigt. Der Berliner Kugelstoßer Gerd Jacobs hatte 2008 öffentlich gemacht, dass Goldmann ihm das Dopingmittel Oral-Turinabol verabreicht hatte. Jacobs ist ein vom Bundesverwaltungsamt anerkanntes und entschädigtes Dopingopfer; er hat eine Herztransplantation hinter sich bringen müssen.

          Eingeständnis im Fall Jacobs

          Der DLV hatte daraufhin Goldmanns befristeten Vertrag zum Jahresende auslaufen lassen. Goldmann klagt vor dem Arbeitsgericht auf Weiterbeschäftigung. Da sein Zeitvertrag mehrmals verlängert wurde, hat er gute Aussichten, in der Auseinandersetzung zu obsiegen. Goldmann trainiert derzeit unentgeltlich in Berlin den Weltmeisterschafts-Zweiten im Diskuswerfen, Robert Harting, sowie die U 18-Weltmeisterin Julia Fischer. Vor und nach dem Fall der Mauer betreute er den Olympiasieger von Seoul 1988, Ulf Timmermann, der als erster Mensch im Kugelstoßen 23 Meter übertraf. Im Januar verfassten zwanzig Athleten eine Petition für Goldmann.

          Die nächste Verhandlung vor dem Arbeitsgericht in Darmstadt, dem Sitz des DLV, ist für den 18. Juni anberaumt. Prokop sagte, wenn beide Seiten sich einig seien, könne man den Termin verschieben. Goldmann hat nach langer Weigerung pauschal eingestanden, im Dopingsystem des DDR-Sports mitgewirkt zu haben und zudem den Fall Jacobs eingeräumt. Fünf andere ehemalige DDR-Leichtathletik-Trainer - Rainer Pottel (Berlin), Maria Ritschel und Gerhard Böttcher (beide Halle/Saale) sowie Klaus Schneider (Magdeburg) und Klaus Baarck (Neubrandenburg) - sicherten im April mit einer solchen Erklärung, in der sie beteuern, seit der Einheit sauber zu arbeiten, ihre Anstellung. Die Entschuldigung, die sich die Trainer selbst gewähren, hat heftige Kritik von Dopingopfern ausgelöst. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert (SPD), haben sich für die Weiterbeschäftigung der Trainer ausgesprochen.

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