https://www.faz.net/-gtl-7sl7j

EM-Qualifikationsspiel gegen Polen : Pleite für deutsche Basketballer

  • Aktualisiert am

Robert Skibniewski (links) im Duell mit Heiko Schaffartzik. Der Kapitän gehörte zu den besten Werfern im deutschen Team. Bild: dpa

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft verliert zum Start in die EM-Qualifikation gegen Polen 67:68. In letzter Sekunde vergibt NBA-Profi Dennis Schröder den Sieg. Nun steht das Team von Emir Mutapcic schon unter Druck.

          1 Min.

          Deutschlands Korbjäger sind mit einer bitteren Pleite in die EM-Qualifikation gestartet. Nach einer schwachen Vorstellung kassierte die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) am Sonntagabend gegen Polen eine 67:68 (31:36)-Niederlage und steht damit schon unter Druck. Beste Werfer des Teams von Bundestrainer Emir Mutapcic waren Kapitän Heiko Schaffartzik und Dennis Schröder mit jeweils 16 Punkten.

          Drei Sekunden vor Schluss vergab NBA-Profi Schröder von den Atlanta Hawks, der nicht wie erhofft in die Führungsrolle schlüpfen konnte, mit einem Dreierversuch an den Korbring den möglichen Sieg. Maik Zirbes konnte den Rebound ebenfalls nicht unterbringen - die Auftaktpleite war damit besiegelt.

          Im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich am Mittwoch in Schwechat muss eine deutliche Steigerung her, um das EM-Ziel nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Dritter Vorrundengegner ist Luxemburg. Für die EM-Endrunde 2015, die wegen der unruhigen politischen Lage nicht in der Ukraine stattfindet, qualifizieren sich die sieben Gruppensieger und die sechs besten Gruppenzweiten.

          Nach einem ordentlichen Beginn brachte Schröder die DBB-Auswahl beim 6:5 erstmals in Führung. Doch schon Mitte des ersten Viertels nahm die Fehlerquote dramatisch zu, so dass die Hausherren auf 17:10 davonziehen konnten. Zwar kämpften sich die Gäste wieder heran und 2:16 Minuten vor der Halbzeit sogar mit 31:30 nach vorn, doch Sicherheit verlieh dies nicht.

          Vielmehr ging es mit einem Fünf-Punkte-Rückstand in die Kabine. Vor allem die Wurfausbeute war im ersten Durchgang mangelhaft. Aus der Distanz fanden nur zwei von acht Dreierversuchen das Ziel, von sechs Freiwürfen wurde nur einer versenkt.

          Pleiß schmerzlich vermisst

          Mutapcic versuchte seine Schützlinge in der Pause wachzurütteln, doch zunächst wurde es kaum besser. Nur wenig lief bei den Deutschen, die auf Center Tibor Pleiß verzichten mussten. Der Spanien-Legionär konnte wegen seiner ungeklärten Vereinszukunft nicht mitwirken und wurde schmerzlich vermisst.

          Beim 33:41 drohte die DBB-Auswahl den Kontakt zu verlieren, konnte den Rückstand aber schnell wieder auf vier Zähler verkürzen. Auch den nächsten Zwischenspurt der Polen konterte das Mutapcic-Team dank Kapitän Schaffartzik: Der Routinier vom deutschen Meister Bayern München traf mit einem Dreier und danach noch einmal mit drei Freiwürfen zum 43:48.

          Entscheidend voran kam die DBB-Auswahl aber immer noch nicht, weil die Fehlerquote hoch blieb. Mit sechs Zählern Rückstand ging es ins Schlussviertel. Dort keimte beim 56:56 (32.) wieder Hoffnung, die sich in der spannenden Schlussphase jedoch nicht erfüllte.

          Weitere Themen

          Dortmund nun endgültig in der Krise

          2:4 bei Mönchengladbach : Dortmund nun endgültig in der Krise

          Mönchengladbach zieht nach dem Sieg im wilden Borussen-Duell in der Tabelle an den Dortmundern vorbei. Der BVB kann seine Probleme in der Abwehr nicht abstellen und bangt nun um die Qualifikation für die Champions League.

          Topmeldungen

          Eine Frau telefoniert in einer Telefonzentrale für die Arzthotline 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

          Keine Impftermine möglich : Nette, aber hilflose Impfhotlines

          Die Impfstoffbeschaffung ist Bundessache, das Verabreichen aber die der Länder. In keinem von ihnen lässt sich ein Termin für eine Impfung vereinbaren. Die Länder halten den Bund für schuldig – und Pfizer.
          Das erste Interview nach seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden: Ministerpräsident Armin Laschet in der Düsseldorfer Staatskanzlei.

          Interview mit Armin Laschet : „Auch mit Friedrich Merz“

          Ein Gespräch mit dem neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet über die Einbindung des unterlegenen Konkurrenten, die Kanzlerkandidatur, den Kampf gegen Corona, sein Verhältnis zu Russland, die Seidenstraße – und über Twitter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.