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Volleyball-EM : Krachender Fehlstart gegen Serbien

  • Aktualisiert am

Kein Durchkommen gegen den serbischen Block: Ruben Schott bleibt hängen Bild: EPA

Die deutschen Volleyballer verlieren ihre EM-Auftaktpartie mit 0:3. Dem EM-Zweiten und seinem Star Georg Grozer gelingt nach der selbstbewussten Ansage so gut wie nichts.

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          Die deutschen Volleyballer haben einen krachenden Fehlstart hingelegt. Der verkrampft wirkende EM-Zweite von 2017 unterlag dem EM-Dritten Serbien am Freitag völlig verdient mit 0:3 (21:25, 17:25, 15:25) und lieferte dabei eine über weite Strecken ernüchternde Vorstellung ab.

          Kapitän Lukas Kampa sparte im Anschluss nicht mit Selbstkritik: „Der Bundestrainer sagt immer, die Abwehr ist der Motor dieser Mannschaft, und ich fand, dass wir ohne Motor unterwegs waren. Die Abwehr war heute nicht existent“, sagte der Routinier und räumte ein: „Es sah schon ein bisschen so aus, als wenn uns etwas gehemmt oder gestört hätte.“ Bundestrainer Andrea Giani forderte „mehr Energie, mehr Qualität“ von seinen Spielern.

          Vor Turnierbeginn hatten Kampa und Ko., darunter Starangreifer Gregor Grozer eine Medaille als Ziel ausgegeben. „Wenn ich bei solchen Meisterschaften teilnehme, will ich eine Medaille gewinnen“, sagte Kampa. Und Grozer will „mindestens ins Endspiel“. Davon war das Team im Auftaktspiel in Brüssel allerdings weit entfernt.

          Nur nach dem ersten Punkt lagen die Deutschen im ersten Satz in Führung, anschließend beraubten sich die deutschen Volleyballer mit zahlreichen Fehlaufschlägen und einem Mittelblock ohne Durchschlagskraft der Chance, die Partie ausgeglichen zu gestalten. Vor einer äußerst geringen Zuschauerkulisse in der Arena Palais 12 in Brüssel fand auch Grozer selbst nie seinen Rhythmus. Er konnte den enttäuschenden Auftakt gegen den schwersten Gegner der Vorrunden-Gruppe B nicht verhindern. Ruben Schott war mit acht Punkten noch bester Angreifer.

          Nach dem bösen Erwachenzum Auftakt wollen die Deutschen nun am Samstag (17.30 Uhr/Sport1+) gegen den ebenfalls stark eingeschätzten Ko-Gastgeber Belgien den ersten Sieg holen. Da aus den vier Sechserstaffeln die jeweils vier besten Mannschaften weiter kommen, ist durch die Auftaktniederlage für Deutschland noch nichts verloren. Weitere Gegner in Vorrundengruppe B sind die Außenseiter Österreich (Montag), Slowakei (Mittwoch) und Spanien (Donnerstag, alle 17.30 Uhr/Sport1+).

          Gegen Serbien erlaubte sich das deutsche Team satte sieben Aufschlagfehler im ersten Satz, alleine Grozer fehlte dreimal die nötige Präzision beim Servieren. Auch in der Offensive fand das Team keinen Rhythmus und musste schließlich einem Satzrückstand hinterherlaufen.

          „Extrem wichtig“ sei dieser Auftakt, hatte Kapitän und Zuspieler Lukas Kampa vor dem Duell gesagt. Doch während die Serben immer wieder auch schwierigste Bälle in der Annahme noch erwischten, blieb bei den Deutschen eine Steigerung aus. Im Gegenteil: auch im zweiten Durchgang lagen sie stets zurück, immer wieder haderte Grozer. Da nur wenig in Gianis Team funktionierte, konnten sich die Serben auf 22:14 absetzen und holten sich auch Satz zwei.

          Im dritten Durchgang nahm Giani seinen Star beim Stand von 3:7 vom Feld. Der 34-Jährige, der nach eigener Einschätzung noch auf der Suche nach seiner Topform ist, blieb immer wieder im serbischen Block hängen. Auch mit veränderter Formation schafften die Deutschen kein Comeback mehr und verließen mit einer herben Auftaktenttäuschung die Halle.

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