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WM-Platz fünf für Seitz : „Das war ein Hammer-Finale“

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„Natürlich habe ich allen Grund zum Strahlen“: Elisabeth Seitz. Bild: dpa

Elisabeth Seitz verbucht in Montreal ihr bestes Resultat bei einer Turn-WM. Platz fünf im Finale an ihrem Spezialgerät Stufenbarren ist für die Stuttgarterin ein Grund zu ausgelassener Freude.

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          Sichere Flieger, fast perfekte Landung: Elisabeth Seitz hat bei den Turn-Weltmeisterschaften in Montreal mit Rang fünf am Stufenbarren ihr bestes WM-Resultat verbucht. „Natürlich habe ich allen Grund zum Strahlen. Das war ein Hammer-Finale, und ich war mittendrin“, sagte die 23-jährige Stuttgarterin und ärgerte sich keine Sekunde über die nur um drei Zehntelpunkte verpasste Medaille.

          Mit 14,766 Zählern turnte sie am Samstag die höchste Wertung ihrer drei Übungen in Montreal und war damit in ihrem zweiten WM-Finale seit 2010 an ihrem Spezialgerät drei Plätze besser als damals in Rotterdam. Bereits vor einem Jahr war Seitz als Vierte bei den Olympischen Spielen in Rio nur knapp um 0,033 Punkte an einer Medaille vorbeigeschrammt und musste Bronze ihrer Teamgefährtin Sophie Scheder aus Chemnitz überlassen. Vor 10.000 Zuschauern im ausverkauften Olympic Stadium ging der Titel nach spannendem Verlauf mit 15,166 Punkten an die Chinesin Fan Yilin. Die Russin Jelena Jeremina sicherte sich WM-Silber vor Europameisterin Nina Derwael aus Belgien. Kaum eine der Finalistinnen erlaubte sich einen Fehler, so dass Seitz von einem denkwürdigen Niveau sprach.

          Am Freitag war Seitz im Mehrkampf-Finale mit Rang neun gleichfalls so erfolgreich wie nie zuvor und hatte selbst die höher eingestufte Tabea Alt aus Ludwigsburg (10.) knapp hinter sich gelassen. Damit hatten beide für das beste Mehrkampf-Ergebnis in der Geschichte des Deutschen Turner-Bundes gesorgt.

          Seinen dritten WM-Titel am Boden nach 2013 und 2015 holte sich der Japaner Kenzo Shirai, der mit 15,633 Zählern mehr als einen Punkt Vorsprung auf die Konkurrenten hatte. Olympiasieger Max Whitlock aus Großbritannien unterstrich am Pauschenpferd seine Vormachtstellung. Am Sprung der Frauen wiederholte die Russin Maria Paseka ihren WM-Erfolg von 2015.

          Am Schlusstag trägt nun Tabea Alt die größten Medaillen-Hoffnungen der Deutschen. Im Mehrkampf-Finale turnte die Ludwigsburgerin erneut die beste Übung an ihrem Spezialgerät, nachdem sie schon im Vorkampf von keiner anderen Turnerin zu gefährden war. Eine ihrer Konkurrentinnen im Medaillenkampf ist Pauline Schäfer (Chemnitz). Auch Marcel Nguyen will sich in seinem ersten WM-Finale am Barren noch einmal steigern.

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