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Eishockey-WM : Deutschland muss Bronze den Schweden überlassen

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Nicht sein Tag: Der sonst so souveräne Torwart Endras ärgert sich nach dem Gegentor zum 1:2 Bild: dpa

Nur 20 Stunden nach dem grandiosen, aber erfolglosen Auftritt gegen Russland verlieren die Gastgeber im kleinen Finale der Eishockey-WM mit 1:3 gegen Schweden. Trotzdem war es das beste deutsche Abschneiden seit Olympia 1976.

          Das kleine Finale verloren, aber auch ohne Medaille die Herzen gewonnen: Das deutsche Eishockey-Team hat Platz drei bei der Heim-WM mit 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) gegen Schweden verpasst, doch mit dem besten Turnier seit Olympia-Bronze 1976 mächtig beeindruckt. Nach dem stärksten WM-Abschneiden seit Platz zwei 1953 will der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) nun möglichst schnell versuchen, Bundestrainer Uwe Krupp zur Verlängerung seines Vertrages zu bewegen.

          Nur 20 Stunden nach dem grandiosen, am Ende aber erfolglosen Auftritt gegen Titelverteidiger und Rekordweltmeister Russland musste das deutsche Team früh einem Rückstand hinterherlaufen. Magnus Pääjärvi Svensson überwand nach drei Minuten den ins Tor zurückgekehrten Dennis Endras. Alexander Barta (37.) glich aus, doch Jonas Andersson (44.) traf aus spitzem Winkel gegen den unglücklichen Endras. Mit einem Schuss ins leere Tor (60.) verhalf erneut Andersson dem achtmaligen Weltmeister nach der Penalty-Pleite im Halbfinale gegen Tschechien wie im Vorjahr zum dritten Platz. Schwedens Trainer Bengt-Ake Gustafsson verabschiedete sich so versöhnlich vom Drei-Kronen-Team.

          „Die haben zu Hause eine ganze Vitrine voller Pokale“

          „Es kommt darauf an, wer mehr Energie hat, wer seine Enttäuschung besser verdaut hat“, sagte Bundestrainer Krupp vor der Partie. „Für uns ist es sicherlich bedeutungsvoller als für die Schweden, die haben zu Hause eine ganze Vitrine voller Pokale für dritte Plätze.“

          Die Schweden haben die Vitrine voller Pokale, feiern aber dennoch ihren Sieg gegen Deutschland

          NHL-Profi Alexander Sulzer sah schlecht aus, als Torjäger Pääjärvi Svensson ihn stehen ließ und Endras überwinden konnte. Seine Teamkollegen steckten den Schock des frühen Rückstandes aber gut weg. Barta fand schließlich eine Lücke zwischen dem Keeper und zwei Verteidigern: Erst scheiterte er an Gustavsson, holte sich aber seinen Abpraller und verzögerte so lange, bis Platz für den Puck war. „Ich habe gesehen, dass der Torwart nicht weiß, wo die Scheibe ist. Ich habe gewartet, bis ich sicher war“, sagte Barta. Andersson hatte dann das nötige Glück, als Endras beim Flachschuss fast von der Bande die Sicht verdeckt war und der Puck durch seine Schoner den Weg ins Tor fand. Danach warfen die Hausherren vor 15.873 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Arena alles nach vorn, doch der erhoffte Ausgleich gelang nicht mehr. Als Endras aus dem Tor gegangen war, fiel die Entscheidung.

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