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Eishockey-WM : Vielversprechender Anfang

Torsten Ankert hat das Nachsehen gegen Janne Jalasvaara Bild: AFP

Die deutschen Eishockey-Spieler werden zum Auftakt der WM für ihr mutiges Auftreten mit einem Punkt belohnt. Gegen Gastgeber und Titelfavorit Finnland verlieren sie erst nach Verlängerung mit 3:4.

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          Ein vielversprechender Anfang ist gemacht. Der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gelang zu Beginn der Weltmeisterschaft in Helsinki eine Überraschung. Im Auftaktmatch des Turniers wehrte sich das Team von Bundestrainer Pat Cortina nach Kräften und musste sich Finnland nur knapp geschlagen geben.

          Gegen den WM-Gastgeber hieß es nach kurzweiligen drei Dritteln, in denen noch kein Sieger gefunden wurde, und der anschließenden Overtime 3:4 (0:1, 1:1, 2:1, 0:1). Sakari Salminen entschied die Partie in der 62. Minute und wehrte aus Sicht des Titelfavoriten so eine Blamage ab. Die Deutschen wurden für ihr mutiges Auftreten immerhin mit einem Punkt belohnt.

          Als Kapitän Christian Ehrhoff auf der Strafbank saß, vollendete Petri Kontiola eine Kombination zur finnischen Führung (10. Minute). Doch Felix Schütz machte mit seinem Tor in der 31. Minute deutlich, dass die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes sich an diesem Freitagabend wehren würde.

          Wiederum in Überzahl sorgte Janne Pesonen aufs Neue für die Führung des zweimaligen Weltmeisters (40.). Den Deutschen glückte es aber, durch konsequentes Abwehrverhalten den Spielfluss des Gegners immer wieder zu stören und sie legten spätestens im Schlussabschnitt jeglichen Respekt vor den Skandinaviern ab.

          Bilderstrecke

          NHL-Profi Ehrhoff (Buffalo Sabres), der erst 24 Stunden vor dem Eröffnungs-Bully aus den Vereinigten Staaten kommend zur Nationalmannschaft gestoßen war, entpuppte sich als die erhoffte Führungsfigur. Er rundete seine Leistung mit einem sehenswerten Tor ab: Als die Deutschen zur Abwechslung mal mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, drosch Ehrhoff die Scheibe unhaltbar von der blauen Linie aus zum 2:2 ins Netz (43.).

          Nachdem Torsten Ankert danach sogar der dritte Treffer glückte (57.), schien eine Sensation möglich. Doch Kontiola rettete mit seinem zweiten Streich die Finnen in die Verlängerung (59.), in der sie dann das Glück auf ihrer Seite hatten.

          Finnland - Deutschland 4:3 n.V. (1:0,1:1,1:2)

          Finnland: Tor: Ortio Abwehr: Lepistö, Hietanen - Laakso, Mäntylä - Väänänen, Jalasvaara - Kukkonen, Melart Angriff: Pesonen, Kontiola, Aaltonen - Salminen, Haataja, Viitaluoma - Savinainen, Koskiranta, Pihlström - Hagman, Anttila, Hytönen
          Deutschland: Tor: Zepp (Eisbären Berlin) Abwehr: Ehrhoff (Buffalo Sabres/NHL), Hördler (Eisbären Berlin) - Nikolai Goc (Adler Mannheim), Müller (Kölner Haie) - Baxmann (Eisbären Berlin), Ankert (Kölner Haie) - Kohl (Grizzly Adams Wolfsburg) Angriff: Rankel (Eisbären Berlin), Schütz (Kölner Haie), Marcel Goc (Florida Panthers/NHL) - Wolf (Iserlohn Rooster), Ullmann (Adler Mannheim), Gogulla (Kölner Haie) - Kink (Adler Mannheim), Tripp (Kölner Haie), Seidenberg (Adler Mannheim) - Mauer (Adler Mannheim), Greilinger (ERC Ingolstadt), Hager (ERC Ingolstadt), Noebels (Adirondack Phantoms/AHL)
          Schiedsrichter: Frano/Kirk (Tschechien/Kanada)
          Zuschauer: 12.115
          Tore: 1:0 Kontiola (10:22), 1:1 Schütz (30:21), 2:1 Pesonen (39:27), 2:2 Ehrhoff (42:34), 2:3 Ankert (56:55), 3:3 Kontiola (58:31), 4:3 Salminen (61:58)
          Strafminuten: 6 / 18

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