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Eishockey-WM : Die Schweiz macht es vor

  • Aktualisiert am

Kein Durchkommen: Seidenberg vor dem russischen Tor Bild: dpa

Trotz beherzten Kampfes unterliegt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft dem Rekord-Weltmeister Russland mit 1:4. Dagegen schlägt die Schweiz nach Schweden auch Kanada.

          Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Helsinki ihr WM-Gruppenspiel gegen Russland verloren. Trotz beherzten Kampfes unterlag das Team von Bundestrainer Pat Cortina dem Rekordchampion am Sonntag 1:4 (0:0, 0:2, 1:2) und verpasste damit nach dem 3:4 nach Verlängerung gegen Finnland einen weiteren Punktgewinn.

          NHL-Star Ilja Kowaltschuk war mit einem Dreierpack (24./31./59. Minute) der entscheidende Mann für die Sbornaja, für die Denis Kokarew am Ende ins leere Tor traf (60.). Die deutsche Auswahl fand außer beim Treffer von John Tripp (46.) kein Mittel gegen die Russen. Damit stand am Ende die 91. Niederlage im 103. Duell gegen Russland fest.

          „Wir können mit unserer Einstellung sehr zufrieden sein“, meinte Kapitän Christian Ehrhoff. „Wir hatten in den 60 Minuten mehr Möglichkeiten, aber die Russen haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Wir werden gegen die Slowaken wieder mit Vollgas angreifen.“

          NHL-Kollege Marcel Goc fand: „Das wird genauso schwer wie gegen Finnland und Russland. Wir müssen unsere Spielweise nicht umstellen, außer vor dem Tor ein bisschen mehr Zeit lassen, dann geht das Ding auch rein.“ Trainer Cortina meinte: „Wir hätten ein bisschen mehr verdient.“

          Die Schweiz schlägt Kanada

          Die Schweiz sorgt dagegen weiter für Furore. Nach dem 3:2 zum Auftakt gegen Gastgeber Schweden setzten sich die Eidgenossen am Sonntag auch gegen den 24-maligen Weltmeister Kanada durch. In Stockholm feierte das Team des früheren DEL-Trainers Sean Simpson ein 3:2 (1:0,0:1,1:1) nach Penaltyschießen und setzten sich vorläufig an die Tabellenspitze ihrer Vorrundengruppe.

          Reto Suri sorgte im Shootout für den entscheidenden Treffer, als er den insgesamt 15. Versuch im Netz unterbrachte. Zuvor hatte Nino Niederreiter (54. Minute) mit einem umstrittenen Treffer die Verlängerung erzwungen, nachdem die Kanadier durch Tore von Andrew Ladd (35.) und Matt Read (48.) geführt hatten. Das Schweizer 1:0 war Denis Hollenstein (14.) geglückt.

          Ergebnisse Eishockey-WM

          Gruppe A in Stockholm
          Tschechien  - Schweden  1:2 (0:1,1:1,0:0)
          Weißrussland - Slowenien 4:3 (1:1,1:0,2:2)
          Schweiz - Kanada 3:2 n.P. (1:0,0:1,1:1)

          Gruppe B in Helsinki
          Finnland - Slowakei  2:0 (1:0,0:0,1:0)
          Frankreich  - Österreich 3:1 (2:0,1:0,0:1)
          Deutschland - Russland  1:4 (0:0,0:2,1:2)

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