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Eishockey-WM : Deutschland gewinnt im Penaltyschießen

  • Aktualisiert am

Penalty zum Sieg verwandelt: Thomas Oppenheimer Bild: Reuters

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewinnt mit Glück und Nervenstärke ihr Auftaktspiel bei der Eishockey-WM gegen Aufsteiger Kasachstan. Oppenheimer rettet den Sieg.

          2 Min.

          Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich bei der WM in Minsk zum 2:1-Sieg (1:1, 0:0, 0:0) im Penaltyschießen gegen Kasachstan gezittert und mit viel Mühe den erhofften gelungenen Auftakt geschafft. „Wir erwarten von jedem mehr“, erklärte Bundestrainer Pat Cortina in der Mixed Zone der Minsk-Arena, „ich denke aber, es war ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

          Erst Thomas Oppenheimers erfolgreicher Treffer als dritter Schütze im Penaltyschießen brachte den Sieg. „Die zwei Punkte haben jedem gut getan. Ein Sieg ist immer gut fürs Selbstvertrauen“, sagte der Matchwinner. „Ich glaube, morgen werden die Beine schon leichter sein.“ Schon am Sonntag (12.45 Uhr/Sport1) braucht das deutsche Team eine Leistungssteigerung, um gegen Lettland zu bestehen. „Wir brauchen ein besseres Spiel. Meiner Meinung nach sind die Letten besser als die Kasachen“, befand Cortina. Dass es nicht leicht wird gegen sie, bewiesen die Letten mit ihrem überraschenden Dreier gegen Finnland: Den zweimaligen Weltmeister rangen sie mit 3:2 nieder.

          Andrej Gawrilin (11.) hatte die Kasachen vor offiziell 12.880 Zuschauern in Führung gebracht, Matthias Plachta (19.) noch im ersten Drittel ausgeglichen. Mehr passierte in der regulären Spielzeit und der Verlängerung nicht mehr, so dass die Entscheidung erst im Shootout fiel. „Wir wollen das Turnier beginnen und von Beginn an auf dem richtigen Weg sein“, hatte Cortina als Zielsetzung ausgegeben und angekündigt: „Wir sind bereit.“

          Bild: DPA

          Doch seine Auswahl tat sich gegen den Aufsteiger, der in der Weltrangliste sechs Plätze hinter Deutschland notiert ist, bis zum Schluss sehr schwer. Und auch das deutsche Überzahl-Spiel, auf dem im Training zuletzt der Fokus gelegen hatte, brachte nichts ein.

          Anfangs angefeuert von einer kleinen deutschen Fangemeinde, die aber in der nicht annähernd gefüllten Minsk-Arena in der Unterzahl war, und zaghaften Rufen „Auf geht’s Deutschland schießt ein Tor“, erweckten die Deutschen einen nervösen Eindruck.In Überzahl vergab Daniel Pietta eine gute Möglichkeit, bevor die Führung der Kasachen fiel und die junge DEB-Auswahl im ersten WM-Match schockte. Kevin Dallman zog ab, Gawrilin fälschte ab und überwand den Berliner Rob Zepp, der im Tor den Vorzug vor dem jungen AHL-Torhüter Philipp Grubauer erhalten hatte.

          Bild: DPA

          Insgesamt gaben die Deutschen im ersten Drittel deutlich aber mehr Schüsse auf das Tor ab - und wurden kurz vor der ersten Pause belohnt. Nach Vorlage des Toptalents Leon Draisaitl zog Plachta ab, der Puck rutschte dem kasachischen Goalie Witali Litwinenko durch die Beine über die Linie.

          Zehn Sekunden vor Schluss fast die Niederlage

          Im zweiten Abschnitt war Zepp gleich beim ersten Angriff gegen Nikolai Antropow gefordert. Auch in den folgenden Minuten wurde es mehrmals gefährlich vor dem Tor des Berliners, der bei einem Pfostenschuss das Glück auf seiner Seite hatte.

          Den Deutschen fehlte die Präzision im Spiel gegen die Kasachen, die mit einigen Spielern aus der russischen KHL bestückt sind. Nachdem auch Marcel Noebels eine Chance ausließ, ging es mit einem Unentschieden in die Kabine. Auch im Schlussabschnitt spielten die Kasachen besser und hatte zehn Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit durch Nikolai Antropow die Chance auf den Sieg.

          Nach der torlosen fünfminütigen Verlängerung trafen Alexander Barta und Oppenheimer ihre Penaltys - so vermied die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes einen WM-Fehlstart wie 2005, als sie gegen Kasachstan verloren und am Ende abstiegen.

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