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Sieg in Eishockey-Halbfinale : München macht das Traumfinale perfekt

  • Aktualisiert am

Freude bei den Münchenern: Gegen Augsburg gewinnt das Team im entscheidenden Playoff-Spiel. Bild: dpa

Red Bull München steht im Endspiel um die DEL-Meisterschaft. Dort wartet Mannheim zum Gigantenduell. Nach der rekordverdächtigen Playoff-Serie gibt es für die unterlegenen Augsburg Panther aber auch eine Belohnung.

          Im bislang längsten Playoff-Duell der Deutschen Eishockey Liga hat sich Red Bull München zum Sieg gekämpft und das Traumfinale gegen die Adler Mannheim perfekt gemacht. Der Titelverteidiger bezwang starke Augsburger Panther am Dienstag im entscheidenden siebten Halbfinalspiel mit 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) und wahrte die Chance auf den vierten Meistererfolg in Serie. Von Donnerstag an kommt es zum finalen Kräftemessen der zwei Top-Teams der Saison. Den tapferen Augsburgern blieb ein Happy End verwehrt, als Belohnung einer famosen Saison steht aber die Teilnahme an der Champions League im Herbst.

          „Die ganze Serie war Wahnsinn. Die Spiele waren hart umkämpft, Augsburg hat es uns echt schwer gemacht. Ich glaube, wir hatten heute den größeren Willen“, sagte Münchens Nationaltorhüter Danny aus den Birken bei Sport1. Augsburgs Verteidiger Braden Lamb trauerte derweil der verpassten Chance hinterher: „Das tut richtig weh. Wir haben super Play-offs gespielt.“

          Werbung für Eishockey

          Vor 6142 Zuschauern sorgten Mads Christensen (16. Minute) und Patrick Hager (26.) mit ihren Toren für den verdienten Erfolg der Münchner, die das Spiel kontrollierten und anders als in den Partien eins und drei ohne Verlängerung auskamen. Mit insgesamt 504:46 Minuten war die Serie, die zweimal in eine dreimalige Verlängerung gegangen war, dennoch die bisher längste in der Playoff-Geschichte der DEL.

          „Ich denke, die Serie München gegen Augsburg ist eine super Werbung für das Eishockey“, sagte Mannheim-Routinier Marcel Goc. Der Stürmer hatte gut reden: Während er mit den Adlern ein klares 4:0 gegen Köln feierte und seit einer Woche Kraft sammeln konnte für das Finale, hatte München in fast achteinhalb Playoff-Stunden Schwerstarbeit zu verrichten. Aber selbst Adler-Coach Pawel Gross meinte am Dienstag, dass die Kondition in den Playoffs kaum eine Rolle spiele.

          Das bewiesen München und Augsburg, die sich wie schon in den ersten sechs Duellen mit höchster Intensität duellierten. Dabei war der Titelverteidiger wieder tonangebend und deckte Panther-Goalie Olivier Roy mit Schüssen ein. Weil der Torhüter einen Versuch von Olympia-Medaillengewinner Yannic Seidenberg nach vorne abprallen ließ, konnte Christensen im ersten Abschnitt die Führung erzielen.

          „Wir müssen eine Lösung finden“, forderte Augsburgs Henry Haase in der Drittelpause bei Magentasport. Just als der Außenseiter zu etwas Entlastung kam, fiel das 2:0: Einen Pass vor das Tor von Hager lenkte Verteidiger Braden Lamb mit dem Schlittschuh ins eigene Tor. Der Defensiv-Routinier hätte das Malheur ausmerzen können, sein Assist konnte Matt White vor dem leeren Tor aber nicht kontrollieren (32.). Danach rettete Münchens Goalie Danny aus den Birken dreimal gegen Adam Payerl (38.), den Doppeltorschützen vom 2:0 in Spiel sechs. Im Schlussabschnitt zeigten die Panther in letztes Aufbäumen, konnten das Spiel gegen abgezockte Gastgeber aber nicht mehr drehen.

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