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Grubauer gewinnt Stanley-Cup : „Yes Baby, wir haben es endlich geschafft“

  • Aktualisiert am

Alex Owetschkin von den Washington Capitals jubelt mit dem Pokal. Bild: dpa

Die Washington Capitals gewinnen in ihrem 44. Jahr in der NHL erstmals die amerikanische Eishockey-Meisterschaft. Zum ersten Mal holt ein deutscher Torhüter den Silberpokal. Gefeierter Held ist ein Russe.

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          Mit einem Jubelschrei nahm Alex Owetschkin den Stanley Cup entgegen. „Yes Baby, wir haben es endlich geschafft“, rief der Eishockey-Star der Washington Capitals nach dem ersten Titelgewinn im 44. NHL-Jahr des Teams aus der amerikanischen Hauptstadt. „Unglaublich“, wiederholte der Russe nach dem spektakulären 4:3-Erfolg am Donnerstag (Ortszeit) bei den Vegas Golden Knights mehrmals. Mit 4:1 entschieden die Capitals die Best-of-Seven-Serie für sich und beendeten damit auch die märchenhafte, aber ungekrönte Premieren-Saison der Golden Knights.

          Auch Torhüter Philipp Grubauer stemmte die knapp 90 Zentimeter große Trophäe in die Luft. „Unbeschreiblich, unbeschreiblich. Ich habe keine Wort für das“, sagte Grubauer nach dem Titelgewinn. Der Rosenheimer ist erst der vierte deutsche NHL-Profi, der den Stanley Cup gewinnen konnte. Dazu hielt er als erster deutscher Torhüter den begehrtesten Pokal im Eishockey in den Händen. Damit gewann im dritten Jahr in Serie ein deutscher Spieler die Trophäe.

          Tom Kühnhackl holte in den vergangenen beiden Jahren mit den Pittsburgh Penguins den Cup. Grubauer kam zwar in den Stanley-Cup-Finals nicht zum Einsatz, sein Name wird allerdings trotzdem auf den Cup eingraviert. Der 26 Jahre alte Profi kam in zwei Playoff-Spielen zum Einsatz und stand während der regulären Saison in 35 Partien auf dem Eis. Auch Uwe Krupp (mit Colorado) und Dennis Seidenberg (mit Boston) stehen auf dem 15,5 Kilogramm schweren Silberpokal. Mit dem größtmöglichen Triumph endet aber sehr wahrscheinlich Grubauers Zeit in Washington. Sein mit 1,5 Millionen Dollar (1,27 Millionen Euro) dotierter Einjahresvertrag läuft aus, und auch wenn die Capitals danach die Rechte an Grubauer behalten, sieht alles nach einem Wechsel aus. Im Moment gelten die Carolina Hurricanes und New York Islanders als mögliche neue Arbeitgeber, beide sind auf Torhütersuche. Es wird erwartet, dass Grubauer in der kommenden Saison eine Chance als Nummer eins erhält. Zunächst aber wird der 26-Jährige den Stanley Cup im Sommer in seine Heimatstadt Rosenheim bringen.

          Auch ein Deutscher darf sich freuen: Torhüter Philipp Grubauer mit dem Pokal.

          Held des Abends in der Glücksspielmetropole war zweifellos Owetschkin. In seinem 13. NHL-Jahr hat er endlich den langersehnten Stanley-Cup-Titel gewonnen. In den letzten Sekunden des Spiels sprang der Capitals-Kapitän wie ein kleines Kind umher, umarmte jeden Team-Kollegen. „Keiner hat es so verdient wie er“, schwärmte Mitspieler Jay Beagle. „Er hat den Unterschied gemacht.“ 15 Tore schoss der 32-Jährige in den Playoffs. „Er ist der Anführer. Die Mannschaft folgt ihm“, sagte Torhüter Braden Holtby.

          Nicht ohne Grund wurde er mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet, dem besten Spieler der diesjährigen Playoffs. Auch beim entscheidenden 4:3-Sieg gegen Las Vegas traf Owetschkin zum zwischenzeitlichen 2:1 (31. Minute). „Wir haben so hart gearbeitet. Wir haben alles dafür getan. Heute wurden wir belohnt“, sagte er. Devante Smith-Pelly (50.) und der Däne Lars Eller (53.) sorgten mit ihren Toren im Schlussdrittel für die Entscheidung und für Jubelszenen in Washington. Mehrere zehntausend Eishockey-Fans feierten ihre Capitals, die in den kommenden Tagen auf der Siegesparade den Stanley Cup präsentieren werden.

          Traurig schlichen dagegen die Golden Knights vom Eis. Das Expansion-Team aus der Wüste Nevadas hat zwar eine sensationelle Debüt-Saison gespielt, doch den Titel ausgerechnet auf heimischen Eis holte der Gegner. „Ihr wart der beste Neuling der NHL-Geschichte“, versuchte NHL-Commissioner Gary Bettman bei der Siegerehrung die Mannschaft aus Las Vegas zu trösten.

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