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Eishockey-Finalserie : Brutale Münchner Effizienz

  • Aktualisiert am

Tor für München: Berlins Torwart Petri Vehanen zum vierten Mal geschlagen Bild: dpa

In der Finalserie der DEL ist Meister München nach seinem Ausrutscher zum Auftakt wieder souverän in der Spur. Im dritten Spiel hat Berlin außer Strafzeiten und Fehlpässen wenig zu bieten.

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          Red Bull München ist in der Finalserie der Deutschen Eishockey Liga wieder klar auf Meisterkurs. Der Titelverteidiger ließ den Eisbären Berlin am Mittwochabend beim 4:1 (1:0, 2:0, 1:1) keine Chance und ist in der Best-of-seven-Serie nur noch zwei Erfolge vom dritten DEL-Erfolg nacheinander entfernt. Olympia-Silbermedaillengewinner Yannic Seidenberg (8. Minute), Jon Matsumoto (28.), Kapitän Michael Wolf (38.) und Patrick Hager (51.) schossen den Erfolg und das 2:1 in der Serie heraus.

          „Ich denke, dass wir mit allen vier Reihen ein super Tempo vorgelegt und Berlin super unter Druck gesetzt haben“, sagte Seidenberg bei Telekomsport und ergänzte: „Wir wissen, wir haben einen sehr tiefen Kader. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft funktionieren.“

          Die ersten drei Tore fielen in Überzahl und belegten, dass sich die Eisbären wie schon in der zweiten Partie am Sonntag mit Strafzeiten in die Bredouille brachten. Das Team von Trainer Uwe Krupp muss sich am Freitag (19.30 Uhr) steigern, um nicht schon die dritte Niederlage zu kassieren. Wenn Berlin sich nicht etwas einfallen lässt, könnte dann am Sonntag schon alles entschieden sein.

          „Wir müssen uns zusammenreißen und werden auf jeden Fall zurückkommen“, sagte Berlins Stürmer James Sheppard. „Strafzeiten machen einen fertig. Aber das werden wir besser machen.“ In Spiel Nummer drei fanden die Gäste kaum ein Mittel gegen entschlossene Münchner, Nicholas Petersen gelang nur der Ehrentreffer (44.).

          Auch im Eishockey: München auf Meisterkurs

          Vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle übernahmen die Hausherren, die den Final-Auftakt daheim noch überraschend verloren hatten, schnell die Initiative und schlugen gleich bei der ersten Überzahlsituation zu. Seidenberg wurde im Powerplay perfekt freigespielt und bezwang Torwart-Oldie Petri Vehanen.

          Entscheidenden Anteil an der Führung hatte Eishockey-Raubein Steven Pinizzotto, der erst am Sonntag nach einer Fünf-Spiele-Sperre in die Playoffs zurückgekehrt war und dann gleich überzeugt hatte. Diesmal provozierte er die Strafzeit seines Gegenspielers James Sheppard und trug sich dann als Vorlagengeber zum 1:0 in die Statistik ein.

          Die Gäste fanden in den ersten zwei Dritteln kein Mittel gegen quirlige und abgezockte Münchner, weder defensiv noch offensiv passte die Ordnung. Wenn Brooks Macek nicht völlig allein vor Vehanen verzogen hätte (14.) und sowohl Jason Jaffrey (17.) als auch Nationalspieler Dominik Kahun (23.) mit ihren Schüssen jeweils an Aluminium gescheitert wären, hätte es schon früh 2:0 stehen können.

          Zum zweiten Mal gejubelt werden konnte, als Matsumoto nach einem Gestochere den Puck im Liegen über die Linie drückte. Es war das dritte Tor für den Red-Bull-Stürmer in dieser Finalserie. Die Gäste erschwerten sich nicht nur durch Strafzeiten den Abend, sondern auch mit vielen Fehlpässen. Ein Puckverlust brachte Münchens Wolf in exzellente Schussposition, aber Goalie Vehanen parierte sehenswert (32.). Wenige Augenblicke danach hatte Berlin seine bis dahin größte Chance, als Marcel Noebels die Latte traf (33.).

          Statt des Anschlusstreffers fiel die Vorentscheidung für Red Bull: Wolf ließ sich die Möglichkeit im Powerplay diesmal nicht entgehen. „München nutzt die Chancen eiskalt“, sagte Berlins Stürmer Daniel Fischbuch in der zweiten Pause bei Telekomsport. Trotz des Gegentors von Petersen ließen sich die Hausherren den Sieg nicht mehr nehmen. Hager machte neun Minuten vor Schluss dann alles klar.

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