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Eishockey-Finale : Die Haie beißen zurück - und gleichen aus

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Entscheidendes Tor: Der Kölner Dave McLlwain traf zum 2:1 Bild: dpa

Es bleibt spannend im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Im zweiten Spiel glichen die Kölner Haie in eigener Arena aus. Doch im Mittelpunkt stand die Affäre um den Berliner Florian Busch. Am Freitag geht es mit Spiel drei weiter.

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          Die Kölner Haie haben im Playoff-Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft zurückgeschlagen und das zweite Finale gegen die Eisbären Berlin mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0) gewonnen. Am Dienstagabend drehten Kamil Piros (44.) und David McLlwain (49.) vor 17.986 Zuschauern in der Kölnarena das Spiel für die Haie, nachdem Steve Walker (31.) Berlin in Führung geschossen hatte.

          Damit wird die Endspielserie der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) frühestens am Sonntag entschieden. Zuvor treffen beide Kontrahenten an diesem Freitag (19.30 Uhr/Premiere) wieder aufeinander. Zum Titelgewinn sind drei Erfolge notwendig. Das erste Finale hatte Berlin am vergangenen Sonntag 3:2 nach Verlängerung gewonnen.

          Auch „Sünder“ Busch durfte auf dem Eis stehen

          Für den zweifachen Meister Berlin stand auch Florian Busch auf dem Eis, nachdem der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) kurzfristig von einer möglichen Sperre gegen den Angreifer abgesehen hatte (Siehe auch: Eishockey: Nationalspieler Busch verweigerte Dopingprobe). Der Nationalspieler hatte am 6. März eine Dopingprobe zunächst verweigert und erst nach einigen Stunden nachgeholt. Die Probe war jedoch negativ. Wegen Buschs erster Weigerung wurde der 23-Jährige aber am Dienstag kurz vor dem Spiel in Köln vom DEB mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt, darf jedoch weiter an der Endspielserie mitwirken.

          Bei den Haien spielte neben dem Torschützen McLlwain, der zuletzt wegen einer Angina ausgefallen war, auch Sebastian Furchner nach einer Grippe wieder mit. Die Kölner taten sich zunächst vor allem im Angriff schwer gegen den starken Gäste-Keeper Rob Zepp, der eine Vielzahl von hochkarätigen Chancen der Haie zunichtemachte.

          Walker bestraft die nicht aufmerksamen Haie

          Trotz minutenlanger Überzahl konnten die Kölner den kanadischen Torhüter der Berliner nicht überwinden. Berlin überstand auch eine fünfminütige Hinausstellung ihres bislang besten Punktesammlers in den Playoffs, Nathan Robinson. Wegen einer zusätzlichen Spieldauer- Disziplinarstrafe muss der Stürmer jedoch am Freitag pausieren. Auch im zweiten Drittel hielt sich Berlin trotz des großen Drucks der Kölner schadlos.

          In der 31. Minute bestrafte Walker die Haie für ihren unkonzentrierten Abschluss im Angriff und brachte die Eisbären in Führung. Erst im letzten Drittel konnten die Haie ihre Chancen nutzen. Nach dem Ausgleich Piros' mussten die Gastgeber zunächst eine 3:5-Unterzahlsituation überstehen. Elf Minuten vor dem Ende schoss McLlwain den achtmaligen Meister Köln mit seinem ersten Playoff-Tor zum Sieg und verwandelte die Kölnarena in ein Tollhaus.

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