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Eishockey-Finale : Die Eisbären schlagen die Haie zum Auftakt

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1:0 für die Eisbären - Berlin ist auf dem Weg zum Meistertitel Bild: dpa

Sie mussten lange zittern, haben es aber doch geschafft: In den Finalspielen um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gingen die Eisbären gegen Köln mit 1:0 Siegen in Führung. In Berlin bezwangen sie die Haie mit 3:2 Toren erst in der Verlängerung.

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          Die Eisbären Berlin haben mit viel Zittern und dank Kapitän Steve Walker ihre Siegesserie gegen die Kölner Haie auch im ersten Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft fortgesetzt. Der Pokalsieger gewann am Sonntag auf eigenem Eis 3:2 (1:1, 0:0, 1:1) nach Verlängerung und braucht noch zwei Erfolge zum dritten Titel. Der am Knie angeschlagene Walker entschied nach 2:11 Minuten der Extra-Spielzeit in Überzahl das erste von maximal fünf Endspielen.

          Die Kölner müssen an diesem Dienstag (19.30 Uhr / Live bei Premiere und im FAZ.NET-Liveticker) daheim ausgleichen, um nicht schon am Freitag in Berlin mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Zuletzt gab es elf Heimsiege in Folge in der Köln-Arena, als einzige Mannschaft im Jahr 2008 gewannen dort bisher ausgerechnet die Eisbären, die durch Walkers Siegtor auch den fünften Saison-Vergleich gegen die Haie für sich entschieden. Denis Pederson (10.) und Florian Busch (51.) brachten die Hausherren zweimal in Führung, Mats Trygg (12.) und Ivan Ciernik (58.) glichen jeweils aus.

          „Wir haben die ganze Saison einen Weg gefunden“

          „Ich hatte Glück, dass ich frei vor dem Tor stand, nachdem ich vorher noch drüber geschossen hatte“, sagte Walker. „Wir haben die ganze Saison einen Weg gefunden, sie zu schlagen.“ Kölns Trainer Doug Mason forderte: „Das müssen wir wegstecken. Es ist nicht das erste Mal, dass wir in den Playoffs verloren haben.“ Allerdings meinte Mason auch: „Wir hatten gute Chancen, das Spiel zu gewinnen und haben sie nicht genutzt.“

          4695 Zuschauer im ausverkauften Wellblechpalast sahen über weite Strecken eine Partie auf technisch hohem Niveau mit viel Emotionen, aber auch Disziplin auf beiden Seiten. Pederson bescherte den Eisbären den besseren Start, als er in Überzahl per Direktschuss eine Kombination über Andy Roach und Nathan Robinson abschloss. Doch nach einem Fehler von Jens Baxmann konterte Trygg schnell mit einem Schlagschuss in den Winkel. Die Haie mussten kurzfristig auf Routinier David McLlwain verzichten, der wegen einer Angina ausfiel, zudem fehlte Sebastian Furchner.

          „Die dumme Strafe hat uns das Spiel gekostet“

          Bei den Berlinern schauten Mark Beaufait, Brandon Smith und Nationaltorwart Youri Ziffzer zu. Berlins Schlussmann Rob Zepp rettete erst bravourös gegen den durchgebrochenen Ciernik (30.), dann hatte er Glück, als Kölns Top-Torjäger Ciernik nur den Außenpfosten (44.) traf. Auf der anderen Seite parierte der ebenfalls wieder stark haltende Robert Müller unter den Augen von Bundestrainer Uwe Krupp gegen Nathan Robinson (28.). „Es war ein qualitativ gutes Spiel“, zeigte sich Krupp angetan.

          Als Busch nach Vorarbeit von Frank Hördler den Puck ins Netz drückte, hofften die Eisbären schon auf den Sieg, doch Ciernik nutzte eine unfreiwillige Vorlage des Berliners Tyson Mulock noch zu seinem elften Playoff-Tor. Müller rettete die Kölner gegen Walker kurz darauf in die Verlängerung. Dort machte es der Routinier nach Zuspiel von Nathan Robinson besser. Todd Warriner saß bereits zum vierten Mal in der Partie auf der Strafbank. Trainer Mason sprach von einer „dummen Strafe“ und meinte: „Das hat uns das Spiel gekostet.“

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