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Eishockey : Die Finalserie ist ausgeglichen

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Bärtige Männer sind Mode: Ingolstädter Spieler nach der Führung im vierten Spiel Bild: dpa

Der ERC Ingolstadt bezwingt die Kölner Haie im vierten Endspiel mit 4:1 und gleicht in der Finalserie zum 2:2 aus. „Wahnsinn“, meint Ingolstadts Greilinger.

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          Dem ERC Ingolstadt ist in der Finalserie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie der Ausgleich gelungen. Den Oberbayern gelang am Dienstagabend in heimischer Halle ein 4:1-Sieg (1:0, 1:1, 2:0). Damit haben sie nach vier Duellen ebenso wie Köln zwei Siege auf dem Konto. Derek Hahn (9. Minute), Jean-Francois Boucher (38.), Tyler Bouck (55.) und Robert Sabolic (59.) sorgten für den Sieg, Daniel Tjärnqvists Treffer (39.) war für Köln zu wenig.

          Der ERC darf im 50. Jahr der Vereinsgeschichte vom ersten Meistertitel träumen, während Köln eine Vorentscheidung auf dem Weg zum neunten Titel verpasste. „Wahnsinn“, meinte Ingolstadts Nationalstürmer Thomas Greilinger bei ServusTV, „wir haben uns super zurückgekämpft. Heute waren wir von Anfang an da, sind in Führung gegangen und haben defensiv gut gestanden.“ Das erkannte auch Kölns Goalie Danny aus den Birken an: „Wir sind gar nicht zum Tor durchgekommen. Das Glück war heute ein bisschen mehr auf Ingolstadts Seite, aber das Glück müssen wir uns erarbeiten.“

          Wie schon in den ersten drei Partien erlebten die Zuschauer - die Halle war mit 4815 Fans erneut ausverkauft - ein intensives Duell mit aggressiven Zweikämpfen, harten Checks und haufenweise Rangeleien. Insgesamt präsentierten sich die Gastgeber über weite Phasen bissiger.



          Die Begeisterung vom überraschenden 4:1-Sieg am Ostermontag in Köln nahmen die Oberbayern mit und durften auch auf heimischem Eis schnell jubeln. Einen sehenswerten Angriff krönten die beiden Topscorer der Playoffs: Nationalspieler Thomas Greilinger schickte einen scharfen Pass auf den langen Pfosten, wo Hahn stand und sicher vollstreckte.

          Im zweiten Abschnitt wurden die Gäste besser und hätten durch Marcel Müller fast den Ausgleich geschafft, doch der Stürmer traf nur den Pfosten (35.). Kurz darauf fiel das 2:0, als Boucher den Puck hinter dem Tor gegen den Schlittschuh von Haie-Goalie Danny aus den Birken schob und die Hartgummischeibe so über die Linie kullerte.

          Kölner Tor in Not: Torwart Danny aus den Birken sieht sich den Ingolstädter Angriffen ausgesetzt
          Kölner Tor in Not: Torwart Danny aus den Birken sieht sich den Ingolstädter Angriffen ausgesetzt : Bild: dpa

          Der Vorsprung währte nur eineinhalb Minuten: Bei einer 5:3-Überzahl suchte Kölns Kapitän Tjärnqvist sofort den Abschluss und überwand Timo Pielmeier mit einem verdeckten Schuss.

          Im Finish machten dann aber Bouck in Überzahl und Sabolic per Empty-Net-Goal den Tagessieg für Ingolstadt klar.

          Erfolgreicher Außenseiter: Trainer Niklas Sundblad verwandelte sich von Krupps Assistent zu Krupps Finalgegner
          Erfolgreicher Außenseiter: Trainer Niklas Sundblad verwandelte sich von Krupps Assistent zu Krupps Finalgegner : Bild: dpa

          Die Halle bebte, doch Fortsetzung folgt: Das nächste Duell zwischen den Haien von Coach Uwe Krupp und der Ingolstädter Truppe seines letztjährigen Assistenten Niklas Sundblad steigt am Freitag in der Domstadt. Der neue deutsche Meister kann aber frühestens in Spiel sechs am Sonntag feststehen, wenn sich die Teams wieder in Ingolstadt gegenüberstehen.

          Das Duell wird damit als die bislang längste Finalserie der DEL in die Historie eingehen - allerdings wird der Titelträger auch erstmals im Best-of-Seven-Modus ermittelt.

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