https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/eishockey-deg-wirft-die-koelner-haie-raus-1329971.html

Eishockey : DEG wirft die Kölner Haie raus

  • Aktualisiert am
Für Trainer Hans Zach war es das letzte Spiel mit den Haien
          2 Min.

          Pokalsieger DEG Metro Stars hat den fünften Akt des Halbfinal-Dramas gegen die Kölner Haie nach einem furiosen Schlußspurt und einer umstrittenen Strafzeit gewonnen. Nach dem 5:3 (2:1, 0:1, 3:1) im entscheidenden Duell der achtmaligen deutschen Eishockey-Meister greifen die Düsseldorfer erstmals seit einem Jahrzehnt wieder nach dem Titel. Vorjahresmeister Eisbären Berlin ist am Gründonnerstag Gastgeber im ersten von maximal fünf Play-off-Endspielen und will ein Düsseldorfer Double verhindern.

          Drei Tage nach Kölns schwer erkämpftem 5:4-Erfolg, durch den das fünfte Spiel erst nötig wurde, lieferten sich die rheinischen Rivalen erneut eine enge und spannende Partie, in der diesmal Köln schon wie der Sieger aussah. Erst nach einer umstrittenen Spieldauerstrafe für Eduard Lewandowski traf Craig Johnson vier Minuten vor Schluß zum 3:3. Weil auch DEG-Torwart Andrej Trefilow das Eis verlassen hatte, spielten die Hausherren dabei mit sechs gegen drei Feldspielern. Der Norweger Tore Vikingstad (58.) und Andy Schneider (58.) trafen ebenfalls noch in Überzahl zum stürmisch gefeierten Sieg.

          „Soll ich einen Herzinfarkt kriegen, oder was?“

          „Natürlich hat es den Spielausgang beeinflußt, aber es bringt nichts herumzudiskutieren“, sagte Kölns Trainer nach vier Jahren scheidender Trainer Hans Zach über die Strafe. Nach seinem letzten Spiel mit den Haien wollte sich Zach nicht über den Schiedsrichter Rick Looker erregen: „Soll ich einen Herzinfarkt kriegen, oder was?“ Auch DEG-Manager Lance Nethery bewertete die Strafmaß für den hohen Stock von Lewandowski im Fernsehsender „Premiere“ als zu hoch. Kapitän Daniel Kreutzer lobte die guten Nerven seiner Kollegen: „Wir sind ruhig geblieben und haben unsere Chancen genutzt.“

          Durcheinander vor dem Kölner Tor
          Durcheinander vor dem Kölner Tor : Bild: dpa/dpaweb

          Die Gastgeber hatten schon zu Beginn durch Nationalspieler Alexander Sulzer (11.) und den zum „Eishockeyspieler des Jahres“ gekürten Vikingstad (20.) zwei Mal die Nase vorn. Düsseldorfs zuletzt zuverlässiger Schlußmann Andrej Trefilow verhalf den Kölnern jedoch jeweils zum Ausgleich. Einen eigentlich harmlosen Schuß von Talent Philip Gogulla (19.) legte sich der Russe mit der Fanghand selbst ins Netz, dann staubte Jeremy Adduono (30.) mit einem Beinschuß ab, als Trefilow abprallen ließ.

          Den Gästen waren ihre Ausfälle vor 10.217 Fans im ausverkauften Stadion an der Brehmstraße nicht anzumerken. Neben dem gesperrten Nationalstürmer Tino Boos mußte auch Angreiferkollege Alex Hicks nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe vom Donnerstag zuschauen. „Die DEG hat stark angefangen, nach dem 2:2 durch Köln aber ein bißchen den Faden verloren“, sagte Bundestrainer Uwe Krupp, der nach zwei knappen Länderspiel-Erfolgen in Ungarn (3:2/1:0) erstmals in dieser Saison live ein Play-off-Spiel der DEL verfolgte. Für Kölns zu diesem Zeitpunkt verdiente 3:2-Führung sorgte Ivan Ciernik (49.), ehe Lewandowskis Aus noch die Wende einleitete.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wladimir Putin beim informellen GUS-Gipfel in Sankt Petersburg

          Wladimir Putin wird 70 : Ein einsamer Tag voller Arbeit

          Der Jubeltag des Präsidenten sollte ein ganz normaler Tag sein. Die Armeeführung ist bemüht, „zurückgeschlagene Angriffe“ und „vernichtete“ ukrainische Soldaten zu vermelden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.