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Rhein-Ruhr-Gebiet : „Olympia als treibende Kraft“

Die Zeche Ewald in Herten und Olympia: Zwei Symbole bei denen die Sonne eher auf- statt untergeht. Bild: Imago

Sport- und Eventmanager Michael Mronz über eine private Bewerbung für die Sommerspiele 2032, das Potential der Region Rhein-Ruhr und die zentrale Frage ihrer Einwohner: Was habe ich davon?

  • -Aktualisiert am
          6 Min.

          Olympiabewerbungen waren bisher immer groß angelegte öffentliche Projekte, die von Sportverbänden, Kommunen, Ländern und Nationen betrieben wurden. Sie schieben nun als Privatinitiative eine Bewerbung für die Sommerspiele 2032 an. Wie kommen Sie auf diesen Ansatz?

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Es besteht eine komplett andere Ausgangssituation. Wir setzen auf ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Regionen-Konzept an Rhein und Ruhr, bei dem in den 14 beteiligten Kommunen knapp 90 Prozent der benötigten Sportstätten bereits heute vorhanden sind. Rhein Ruhr City 2032 zahlt damit zu einhundert Prozent auf die Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees ein. Wir haben uns vorgenommen, zunächst ohne öffentliche Gelder auszukommen, weil es richtig ist, wenn Menschen fragen: Warum sind Millionenbeträge für eine Olympiabewerbung vorhanden, aber nicht zur Renovierung der maroden Schul- und Sportanlagen meiner Kinder? Wir haben uns gefragt: Gibt es Alternativen? Also haben wir mit Unternehmen gesprochen, und die ließen sich von der Idee begeistern, dieses Projekt als Region zu denken. Weil sie davon überzeugt sind, dass die Antworten auf unterschiedliche Fragen der Zukunft eher in Metropolregionen zu finden sind und nicht mehr singulär in Städten. Wir sehen uns als Initiative aus der Mitte der Gesellschaft, als eine Art Grassroot-Bewegung.

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