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E-Gaming als Bundesliga-Ersatz : Wenn der Ball zumindest virtuell wieder rollt

Ein Gamer des VfB Stuttgart während einer Partie der „Virtual Bundesliga“. Bild: Picture-Alliance

Anstoß um 15.30 Uhr: Weil „echter“ Sport wegen der Corona-Pandemie nicht stattfindet, boomt das Gaming – und nun machen auch Stars der Fußball-Bundesliga mit. Können digitale Duelle ein Ersatz für den Besuch im Stadion sein?

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          Es wird viel gezockt in diesen Tagen. Seit im echten Leben aufgrund der Pandemie kein Ball mehr rollt und jede Turnhalle verschlossen bleibt, flüchten sich hierzulande immer mehr Sportlerinnen und Sportler sowie ihre Anhänger in virtuelle Welten und fahren digitale Rennen, schießen in animierten Stadien auf Tore oder tauchen direkt in Fantasy-Szenarien mit Zauberern, Gnomen und Drachen ab. Seit mehr als einer Woche melden Streamingdienste, Gaming-Plattformen und Veranstalter sogenannter „E-Sport“-Turniere Tag für Tag neue Teilnehmer- und Zuschauerrekorde – und nun beteiligen sich auch insgesamt 26 Klubs der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga mit einigen ihrer Stars am neuen Gaming-Boom.

          Sebastian Reuter
          Leitender Redakteur vom Dienst.

          An den kommenden beiden Wochenenden veranstaltet die Deutsche Fußball Liga (DFL) die sogenannte „Bundesliga Home Challenge“, bei der an den Samstagen und Sonntagen jeweils von 15.30 Uhr an je ein Fußballprofi sowie zumeist ein Gamer des Klubs in der Fußball-Simulation „Fifa 20“ gemeinsam gegen die beiden Vertreter eines anderen Vereins an der Spielkonsole antreten. So spielen bei Werder Bremen Bundesligaprofi Maxi Eggestein und der aktuelle deutsche „Fifa“-Meister Michael Bittner zusammen. Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld schickt dagegen mit Andreas Voglsammer und Marcel Hartel gleich zwei „echte“ Fußballspieler auf den virtuellen Rasen. Und bei Borussia Dortmund hatte Mats Hummels schon vor einigen Tagen via Twitter großes Interesse an einer Teilnahme bekundet, obwohl er eigentlich „kein guter Zocker“ sei.

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