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Eishockey in Düsseldorf : Campino veräppelt die Kölner Haie

  • -Aktualisiert am

Hosen-Sänger Campino hilft der DEG, wo er kann, wie im Jahr 2012, als es finanziell düster aussah. Bild: Picture-Alliance

Schöne Grüße von den „Hosen“: Sänger Campino und Co. erlauben sich einen Streich auf Kosten des Eishockey-Rivalen aus Köln. In Düsseldorf kommen sie aus dem Lachen kaum noch heraus.

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          Seine Gesangsausbildung habe er in jungen Jahren auf den Stehrängen an der Brehmstraße erhalten, hat Campino einmal gesagt. Ob das nun für oder gegen das legendäre Eisstadion spricht, sei dahingestellt. Aber die Verbindung zwischen dem Sänger der Toten Hosen und der Düsseldorfer EG ist über all die Jahre eng geblieben. Als der achtmalige deutsche Eishockeymeister 2012 kurz vor der Pleite stand, gestaltete die Band ein Sondertrikot und spielte ein Benefizkonzert, die Erlöse flossen in die Klubkasse.

          Am vergangenen Freitag haben die „Hosen“ der DEG den nächsten Dienst erwiesen. Deren Laune war nach dem 4:3-Derbysieg über die Kölner Haie ohnehin schon bestens, nun kommen sie in Düsseldorf aus dem Lachen kaum noch heraus. Es lief das zweite Drittel des 220. Duells zwischen den rheinischen Rivalen, da verließen Campino und Andi von den Toten Hosen gemeinsam mit anderen DEG-Fans die Halle, kletterten am Mannschaftsbus der Haie hoch und brachten ein Logo ihres Lieblingsvereins auf dem Dach an. Die Kölner bemerkten nichts – und fuhren nun tagelang mit einer Werbung für den Erzrivalen durch die Gegend. Die DEG hat am Dienstag ein Video und Fotos der „Hammeraktion“ (Campino) veröffentlicht.

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          Derlei Streiche sind nicht neu unter den Eishockey-Klubs am Rhein. 2015 versteigerten die Düsseldorfer die Kölner über das Internetauktionshaus Ebay. Die Artikelbeschreibung hatte es in sich: Die Haie hörten „ziemlich furchtbare Karnevalsmucke in Dauerschleife“, seien „gebraucht, leicht abgenutzt, schon ein wenig faltig“, schrieb die DEG. Bei den Kölnern seien auch „nicht mehr alle Zähne vorhanden“, daher seien sie „oftmals nicht mehr richtig bissig“. Auch als in Köln jüngst über einen neuen Namen der Straße debattiert wurde, an der die Haie ihr neues Trainingszentrum bauen wollen – derzeit heißt die ausgerechnet Düsseldorfer Straße –, schickte die DEG Vorschläge. „Auf der Verliererstraße“, „An der Derbyniederlage“ oder eben „Tote-Hosen-Boulevard“. Der Klub weiß, was er an der Band hat.

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