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Dritte Niederlage gegen San Antonio : Nowitzki und die Mavericks stehen vor dem Aus

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg ins Aus: Nowitzki und die Mavericks verlieren in den Play-offs ihre Form Bild: REUTERS

Auch in diesem Jahr wird es wohl nichts mit Erfolgen in den Play-Offs der NBA für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks: Im vierten Spiel gegen San Antonio gab es beim 89:92 die dritte Niederlage. Schon im nächsten Spiel könnten die „Mavs“ ausscheiden - wieder einmal in Runde eins.

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          Langsam, aber sicher kann Dirk Nowitzki damit beginnen, Urlaubs-Kataloge zu wälzen. Nach der dritten Niederlage der Dallas Mavericks bei den San Antonio Spurs steht Deutschlands bester Basketballspieler wieder einmal vor dem frühzeitigen Playoff-Aus in der NBA und einem langen Sommer. Die „Mavs“ verloren am Sonntag (Ortszeit) Spiel vier mit 89:92 und stehen in der best-of- seven-Serie beim Stand von 1:3 mit dem Rücken zur Wand. „Es wird schwer, da brauche ich niemanden zu belügen. Aber ich werde kämpfen, bis es vorbei ist“, produzierte auch Nowitzki nach der ebenso bitteren wie unnötigen Pleite nur noch Durchhalteparolen.

          Lediglich acht Teams schafften es in der Historie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga, nach einem 1:3-Rückstand noch eine Playoff-Serie zu gewinnen. 181 Mal setzte sich die in Führung liegende Mannschaft durch. Minimaler Hoffnungsschimmer für die wieder einmal abstürzenden Mavericks: Ihr Trainer Rick Carlisle ist einer der wenigen, dem die Wende in einer solch aussichtslos erscheinenden Situation mit den Detroit Pistons schon einmal gelungen ist.

          Doch selbst Carlisle dürfte derzeit nur noch wenig auf sein eigenes Team wetten. Die Mavericks sind und bleiben ein Verlierer-Team spotten die Beobachter in den Vereinigten Staaten bereits. „Die Spurs sind ein Klub mit einer Titel-Geschichte, der weiß wie man gewinnt, während Dallas, ein Verein mit Verlierer-Image, immer Wege findet, zu verlieren“, lästerte die „Dallas Morning News“. Nachdem Nowitzki und Co. am Sonntag einen zwischenzeitlichen 15- Punkte-Vorsprung verschenkt hatten, höhnte die Zeitung. „Sind sie wirklich überrascht? Das ist das, was der Club schon immer gemacht hat, egal ob der Trainer Don Nelson, Avery Johnson oder Rick Carlisle heißt.“

          Kein Durchkommen: Tim Duncan (l.) und die Spurs versperren Dallas wohl den Weg in die nächste Runde
          Kein Durchkommen: Tim Duncan (l.) und die Spurs versperren Dallas wohl den Weg in die nächste Runde : Bild: AFP

          Von den hochgelobten Brendan Haywood, DeShawn Stevenson und Caron Butler ist in der heißen Phase der Saison plötzlich nichts mehr zu sehen. Butler kam in Spiel vier zwar immerhin auf 17 Punkte und war damit zusammen mit Nowitzki bester Werfer, doch als es darauf ankam, gingen die „Mavs“ wieder unter. Das katastrophale dritten Viertel (11:29) kostete die Siegchance, und das, obwohl bei den Spurs die Tim Duncan (4), Tony Parker (10) und Manu Ginobili (17) einen schwachen Tag erwischt hatten. Doch anders als bei den „Mavs“ sprangen für die Gastgeber andere in die Bresche. George Hill machte mit 29 Punkten das Spiel seines Lebens, Antonio McDyess kam auf zehn Zähler und raubte Nowitzki zudem in der Defensive den Nerv.

          Als San Antonio den Druck erhöhte, fielen die „Mavs“ ohne Gegenwehr auseinander. „Wir haben den Vorsprung viel zu leicht aus der Hand gegeben. Das darf einem in den Playoffs nicht passieren“, schimpfte Nowitzki. Die Spurs zogen mit einem 29:8-Lauf davon, entschieden die Partie und beendeten damit wohl erneut alle Titel-Hoffnungen von Nowitzki. „Die Saison ist vorbei. Die einzige Frage ist, ob das Ende in Spiel fünf oder sechs kommt“, urteilte die „Dallas Morning News“ knallhart. Der fünfte Teil des Texas-Duells findet am Dienstag (Ortszeit) in Dallas statt.

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