https://www.faz.net/-gtl-96tko

Empfang im Weißen Haus : Super-Bowl-Gewinner wollen nicht zu Trump

  • Aktualisiert am

Philadelphia-Eagles-Safety Malcolm Jenkins (Mitte) möchte nicht zum Empfang ins Weiße Haus. Bild: Reuters

Viele Footballspieler in Amerika protestierten kniend gegen Rassismus. Dafür kritisierte sie Präsident Trump heftig. Nun wollen einige Super-Bowl-Sieger nicht zum traditionellen Treffen ins Weiße Haus.

          1 Min.

          Drei Spieler der Philadelphia Eagles wollen nach ihrem Sieg im Super Bowl aus Protest gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump nicht zum traditionellen Treffen ins Weiße Haus kommen. „Nein, ich persönlich rechne nicht damit teilzunehmen“, sagte Eagles-Safety Malcolm Jenkins dem Sender CNN. Wide Receiver Torrey Smith und Verteidiger Chris Long hatten sich zuvor ähnlich geäußert. Danach gefragt, welche Botschaft er Trump damit schicken wolle, sagte Jenkins: „Ich habe keine Botschaft an den Präsidenten“, verwies dann aber auf seine Arbeit für die Verbesserung der Lebensumstände von schwarzen Amerikanern und sozial Schwachen. „Meine Botschaft war das ganze Jahr über klar.“

          Während der abgelaufenen Saison hatte sich unter den großenteils schwarzen amerikanischen Football-Profis eine Protestbewegung gegen Ungleichheit, Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner gebildet. Die Footballer protestierten, indem sie während der Nationalhymne, die vor jedem Spiel gespielt wird, niederknieten. Trump hatte die Spieler heftig für dieses Verhalten kritisiert und ihnen mangelnden Patriotismus vorgeworfen.

          Nick Foles, der als Ersatz-Quarterback Philadelphia zum Sieg im 52. Super Bowl führte, steht derweil trotz seines Sieges vor einer ungewissen Zukunft. „Ich lebe jetzt im Moment“, sagte Foles am Montag in der abschließenden Pressekonferenz in Minneapolis. „Ich mache mir über die Zukunft keine Sorgen. Ich freue mich, wenn Carson Wentz gesund zurückkehrt.“ Dem etatmäßigen Quarterback Wentz war im Dezember 2017 das Kreuzband gerissen. Foles war mit nur wenig Training eingesprungen, hatte sich nach mäßigem Start enorm gesteigert und war in Minneapolis schließlich zum wertvollsten Spieler des Super Bowl gekürt worden.

          Die Eagles gewannen mit 41:33 gegen die New England Patriots. Eagles-Chefcoach Doug Pederson sagte am Morgen nach dem Finale, er habe zu Wentz noch am Sonntagabend (Ortszeit) auf dem Spielfeld gesagt, er freue sich sehr auf das, was kommen werde - „hoffentlich mit ihm als Anführer“. Über Foles (29) sagte Pederson: „Nick ist immer derselbe geblieben. Er hat sich nicht geändert, Nick ist einfach Nick. Er ist heute nur einfach ein echt besserer Quarterback. Hut ab vor seiner Leistung.“ Pederson sagte, die Eagles seien ein Team voller Charaktere, es gebe nicht nur einen, der im Mittelpunkt stehe. Das konnte als Seitenhieb auf die Patriots gewertet werden, in dessen Mitte Superstar Tom Brady steht.

          Weitere Themen

          Die Bayern treffen nach Lust und Laune

          5:0 gegen Düsseldorf : Die Bayern treffen nach Lust und Laune

          Die Münchner zeigen sich beim 5:0 gegen Düsseldorf meisterlich. Der achte Titel in Serie rückt wieder ein Stück näher. Robert Lewandowski tilgt beim brillanten Bayern-Sieg die letzte Leerstelle seiner Bilanz.

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Mainz und ein „teils vogelwildes Spiel“

          0:1 gegen Hoffenheim : Mainz und ein „teils vogelwildes Spiel“

          Der FSV ist in der Bundesliga weiter in einer prekären Lage. Beim 0:1 gegen Hoffenheim sieht der Trainer zwar ein „sehr ordentliches Spiel“. In Zukunft sollte es aber nicht mehr nur bei ermutigenden Signalen bleiben.

          Topmeldungen

          Unruhen wegen George Floyd : Ausgangssperre in Los Angeles

          Die Gewalt in Amerika eskaliert. In Detroit wird ein Demonstrant erschossen, in Oakland ein Polizist. Minnesotas Gouverneur entschließt sich zu einem einmaligen Schritt – und Trump gießt weiter Öl ins Feuer. Er beschuldigt linke Gruppen, hinter den Unruhen zu stecken.
          Der Start am Weltraumbahnhof in Florida

          Cape Canaveral : Erste bemannte SpaceX-Rakete erfolgreich gestartet

          Es ist der erste bemannte Weltraumflug Amerikas seit neun Jahren – die Privatfirma SpaceX hat ihre Crew-Dragon-Kapsel ins All geschickt. Der erfolgreiche Start der zweistufigen Rakete bedeutet eine grundsätzliche Abkehr von der Art und Weise, mit der Astronauten bisher in den Orbit befördert werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.