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Doping : Förstina verklagt Sinkewitz: „Arglistig getäuscht“

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Machte drei Jahre Werbung für Förstina-Sprudel: Doping-Sünder Sinkewitz Bild: dpa

Dem geständigen Doping-Sünder Patrick Sinkewitz droht neues Ungemach. Der Getränkehersteller und ehemalige Sponsor Förstina will eine Schadensersatzklage gegen den arbeitslosen Rad-Profi aus Osthessen einreichen.

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          Dem geständigen Doping-Sünder Patrick Sinkewitz droht neues Ungemach. Der Getränkehersteller und ehemalige Sponsor Förstina will eine Schadensersatzklage gegen den arbeitslosen Rad-Profi aus dem osthessischen Pilgerzell einreichen. Die Klage gehe raus, sagte Rechtsanwalt Christian Schmitt von der Gersfelder Kanzlei Schmitt und Hoff. Er bestätigte damit einen Bericht der „Fuldaer Zeitung“.

          Der Getränkehersteller wirft dem ehemaligen Fahrer des T-Mobile-Teams arglistige Täuschung vor. Über die Höhe der Schadensersatzklage machte die Kanzlei keine Angaben. Der Fall geht vor das Landgericht Fulda.

          „Es geht Förstina nicht darum, sich zu bereichern“

          Den seit Januar 2004 laufenden Werbevertrag mit Sinkewitz hatte Förstina gekündigt, nachdem der 27-Jährige im Sommer 2007 positiv auf Testosteron-Doping getestet worden war. „Förstina hat Geld in jemanden investiert, der vorgegeben hat, sauber zu fahren, es aber nicht getan hat. Dadurch ist dem Unternehmen ein Schaden entstanden, der jetzt geltend gemacht wird. Es geht Förstina nicht darum, sich zu bereichern“, erklärte Rechtsanwalt Schmitt.

          Der Getränkehersteller habe aufgrund der Doping-Schlagzeilen eine frisch entworfene Werbekampagne mit dem Rad-Profi nach kurzer Zeit einstampfen müssen. Das Unternehmen sei auch Zielscheibe spöttischer Radio-Komiker geworden. Zwischen Sinkewitz und Förstina war zuvor in Verhandlungen keine außergerichtliche Einigung erzielt worden, wie die Kanzlei mitteilte.

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