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Trump zu Sport in Corona-Krise : „Ich möchte die Fans zurück in den Arenen“

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„Ich kann Ihnen kein Datum nennen, aber ich denke, das wird eher früher als später sein“: Donald Trump will den Sport zurück. Bild: AFP

Die Vereinigten Staaten sind hart getroffen in der Corona-Krise. Donald Trump denkt dennoch schon wieder an die Fortsetzung des Sports in den großen Ligen. Andere sind da nicht so optimistisch wie der Präsident.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hofft auf eine baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den großen amerikanischen Ligen. Das erklärte Trump nach einer Telefonkonferenz mit den Liga-Chefs und weiteren Verantwortlichen aus dem Profisport am Samstag (Ortszeit) in Washington. „Ich möchte die Fans zurück in den Arenen. Sobald wir bereit sind“, sagte Trump danach. „Ich kann Ihnen kein Datum nennen, aber ich denke, das wird eher früher als später sein“, ergänzte der Präsident.

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          Der Spielbetrieb in der Basketball-Liga NBA und der Eishockey-Liga NHL ist wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit unterbrochen, der Saisonstart der Baseball-Liga MLB und der Fußball-Liga MLS ist verschoben. Trump habe in der Telefonkonferenz erklärt, er denke, dass die Football-Liga NFL ihre neue Saison wie üblich im September beginnen könne, berichtete der amerikanische Sender ESPN. Auch NFL-Chef Roger Goodell hatte an dem Gespräch teilgenommen.

          Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kann sich einen Saisonstart im American Football am 10. September derzeit nicht vorstellen: „Ich sehe nicht, dass das in diesem Bundesstaat passiert“, sagte Newsom nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. Die Ligen präsentierten in der Konferenz Berichten zufolge mehrere Szenarien dafür, wann sie ihren Betrieb aufnehmen wollen. Offizielle Informationen dazu gab es jedoch nicht. „Wir wollen bald zurückkommen, sehr bald“ sagte Trump.

          Der ehemalige deutsche NFL-Profi Sebastian Vollmer (35) kann derweil die Kritik am geplanten Draft in der American-Football-Liga verstehen. „Es gibt gerade viel Elend, viel Leid, da gehen die Meinungen schon auseinander, ob man da Entertainment haben sollte wie den Draft. Aber klar, es kann auch eine gute Ablenkung sein“, sagte der zweimalige Super-Bowl-Champion mit den New England Patriots.

          Kommentatoren in den Vereinigten Staaten kritisieren die NFL, weil die trotz der Corona-Krise am Termin 23. bis 25. April für die Spielerauswahl festhält. Zwar soll es nicht wie geplant ein großes Live-Spektakel in Las Vegas geben, sondern wohl nur eine TV-Übertragung, aber inmitten der Pandemie halten das die Kritiker für unangemessen. Auch einige Manager aus der Liga hatten sich zuletzt für eine Verlegung ausgesprochen, weil die Scouts derzeit nicht reisen dürfen und Spieler auch nicht zu den Teams kommen können, um sich vorzustellen.

          „Jetzt kannst du Spieler nur anhand von Filmen analysieren, aber viele Colleges spielen keine Pro-Systeme“, sagte Vollmer. „Ich glaube schon, dass es für die Scouts hart wird. Ein Fehlgriff in den oberen Runden kann so ein Franchise über Jahre zurückwerfen.“ Klubs sind im amerikanischen Sport Lizenznehmer der Ligen und daher Franchises. Beim Draft dürfen die schlechtesten Teams die besten Nachwuchsspieler wählen.

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