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Streit um Verbandsförderung : DLV-Präsident weist Gabius-Kritik zurück

  • Aktualisiert am

Der Präsident des deutschen Leichtathletik-Verbandes Clemens Prokop im Auestadion in Kassel Bild: dpa

Mangelnde Fürsorge und Förderung hatte Langstreckenläufer Gabius dem deutschen Leichtathletik-Verband vorgeworfen. DLV-Chef Prokop wehrt sich nun gegen die Kritik – und macht klare Ansagen.

          DLV-Präsident Clemens Prokop hat die Kritik von Marathon-Rekordhalter Arne Gabius am Deutschen Leichtathletik-Verband vehement zurückgewiesen und dabei das Prinzip „Förderung nur bei Start für Deutschland“ bekräftigt. „Wir haben dem Arne Gabius 2016 sämtliche Trainingslager bezahlt. Und wenn dann die Planung beispielsweise auf den Berlin-Marathon abzielt, dann ist klar, dass die WM in London nicht in der Vorbereitung sein kann. Und dann muss sich der Verband fragen: Warum fördern wir dann?“, sagte Prokop der Deutschen Presse-Agentur.

          Gabius hatte kürzlich in einem dpa-Gespräch angekündigt, dass er aus Ärger über den DLV auf einen Start bei der WM im August in London verzichtet. „Das war ein Thema. Jetzt habe ich gar keine Lust mehr, das ist vorbei“, sagte der 35-Jährige. Als Grund dafür nannte er die vom Verband bislang nicht erfolgte Finanzierung seines Kenia-Trainingslagers vom Februar. Die Wertschätzung für Läufer sei im DLV grundsätzlich „sehr schlecht“.

          Jeder Athlet müsse sich entscheiden, forderte DLV-Chef Prokop: „Will ich eine Verbandsförderung? Dann muss ich auch im Trikot der Nationalmannschaft laufen.“ Dazu kommt, dass Rekordmann Gabius die WM-Norm für London (2:13:00 Stunden) bisher noch nicht erfüllt hat. „Im Jahr 2016 konnte er ja verletzungsbedingt leider keinen Marathon laufen. Deshalb hat er die WM-Qualifikation noch gar nicht. Arne Gabius spricht also von etwas, das er noch gar nicht realisiert hat“, sagte Idriss Gonschinska, Leitender Direktor und Cheftrainer im DLV,  am Donnerstag.

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