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Nach Ellbogenverletzung : Djokovic beendet sein Tennisjahr

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Novak Djokovic: „Mein Körper hat seine Grenzen. Das habe ich zu respektieren“ Bild: AFP

Tennisprofi Novak Djokovic ist erstmals in seiner Karriere ernsthaft verletzt. Wegen einer Verletzung am rechten Ellbogen muss Djokovic nun sein Tennis-Jahr vorzeitig beenden.

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          Der ehemalige Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat sein Tennis-Jahr wegen einer Verletzung am rechten Ellbogen vorzeitig beendet. Der 30-Jährige muss eine längere Pause einlegen und wird in dieser Saison nicht mehr spielen. „Das war die Entscheidung, die in diesem Moment zu treffen war“, erklärte Djokovic am Mittwoch in Belgrad. „Mein Körper hat seine Grenzen. Das habe ich zu respektieren“, räumte der bislang von schlimmeren Verletzungen verschonte Serbe ein.

          Djokovic wird damit die US Open verpassen und nach 51 Teilnahmen in Serie erstmals seit seinem Debüt 2005 bei den Australian Open bei einem Grand-Slam-Turnier fehlen. Wegen der Beschwerden hatte Djokovic zuletzt im Viertelfinale von Wimbledon gegen den Tschechen Tomas Berdych aufgeben müssen. Die US Open beginnen am 28. August in New York. Beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison holte der derzeitige Weltranglisten-Vierte 2011 und 2015 den Titel.

          Der bis Ende des vorigen Jahres von Boris Becker trainierte Djokovic bezeichnete die nun anstehende Auszeit als unvermeidlich. Er wolle alles tun, um wieder gesund zu werden, versicherte der Gewinner von insgesamt zwölf Grand-Slam-Titeln. „Ich bin zuversichtlich, zum Beginn der neuen Saison bereit zu sein“, betonte Djokovic.

          Die anstehenden fünf Monate würden schnell vorübergehen, auch weil seine Ehefrau Jelena das zweite Kind erwartet. Zudem wolle er im Training Dinge verbessern, an denen er in der Vergangenheit wegen seines vollen Turnierplans nicht habe arbeiten können.

          Djokovic war vor gut einem Jahr auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen. Durch den erstmaligen Gewinn der French Open, an dem auch Becker als Coach beteiligt war, hatte er alle vier Grand-Slam-Titel zur gleichen Zeit in seinem Besitz. Dadurch schien er als Nummer eins auf längere Zeit unangreifbar. Der Triumph in Paris war allerdings der bislang letzte große Erfolg, an die Spitze der Weltrangliste schob sich Olympiasieger Andy Murray. In dieser Saison scheiterte Djokovic – ohne Becker als Trainer – vorzeitig bei den Australian und French Open und gab in Wimbledon auf. Danach hatte er eingeräumt, schon seit eineinhalb Jahren Probleme am Ellbogen zu haben.

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