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Rückkehr der Basketball-Ikone? : Die Zukunftspläne des Dirk Nowitzki

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Besuch in Kenia: Dirk Nowitzki und seine Frau Jessica Olsson mit einem Baby-Elefanten. Bild: dpa

Der „Wettbewerbshunger“ ist immer noch da. Gut ein Jahr nach seinem Rücktritt will Dirk Nowitzki wieder im Basketball mitmischen. Auch eine Unterstützung in Deutschland kann sich die Legende vorstellen.

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          Wehmut kommt bei Dirk Nowitzki nur in einzelnen Momenten auf. Der sportliche Ehrgeiz ist der Legende aber auch im Basketball-Ruhestand nicht abhandengekommen. Und so will der 41-Jährige rund ein Jahr nach dem Rücktritt seinem Sport verbunden bleiben – und sich womöglich auch in seiner Heimat engagieren.

          „Möglichkeiten gibt es viele, ich freue mich auf das, was vor mir liegt, und eine neue Herausforderung werde ich sicher auch brauchen, dafür ist der Wettbewerbshunger einfach viel zu groß, dass das jetzt schon alles war“, sagt der frühere Superstar der Dallas Mavericks im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Die Mavericks sind natürlich eine Option. Ich kann mir vorstellen, mit Spielern zu arbeiten, aber auch in Deutschland würde ich gerne unterstützen.“

          Viel Zeit mit der Familie

          Im April 2019 trat Nowitzki tränenreich von der großen Bühne ab, reiste anschließend viel mit seiner Familie, begleitete den Bundespräsidenten auf einer Keniareise, erhielt das Bundesverdienstkreuz. Lebensmittelpunkt bleibt für ihn mit Ehefrau Jessica und den drei Kindern Malaika (6), Max (5) und Morris (3) aber die texanische Metropole.

          Dort nutzt auch Nowitzki die Corona-Krise für viel Zeit mit der Familie – und Kontakt mit den Lieben daheim. „Reisen, die wir geplant hatten, sind nicht möglich. Also machen wir das, was im Moment sicher sehr viele tun. Viele Videoanrufe mit Familie und Freunden“, berichtet er. Die Kinder können derzeit nicht in die Vorschule, jeden Tag kommen Mails mit Lernübungen. „Wir haben aber auch das Glück, dass wir einen Garten mit Trampolin haben. Du kannst die Kinder nicht stundenlang am Tisch halten. Die müssen auch mal durchs Haus toben oder eben in den Garten und meine Frau und ich halt mittendrin.“

          Der Moment des Abschieds: Dirk Nowitzki sagte der NBA als Spieler Adieu.

          Gemeinsam mit den Kids verfolgte er zuletzt auch die Aufzeichnung seines letzten Heimspiels, als er sich nach 21 NBA-Jahren von den Fans verabschiedete. „Sie sind ja noch sehr klein und noch in der ersten Halbzeit wurde es irgendwann langweilig“, sagt er. „Da waren die Zeichentrickserien dann spannender.“

          Der Kontakt zu den Mavs ist weiter vorhanden, auch wenn sich Nowitzki vor der Unterbrechung der aktuellen NBA-Saison im American Airlines Center eher rar machte. Team-Besitzer Mark Cuban hatte bereits angekündigt, dass der Vorzeigeprofi der Franchise die „größte Statue aller Zeiten“ bekommen werde und ihm sogar eine Beteiligung am Klub in Aussicht gestellt.

          Auch sein früherer Mannschaftskollege Maxi Kleber schwärmte jüngst in höchsten Tönen vom Mit-Würzburger, an dessen Seite er noch zwei Jahre in der NBA auflief. „Mit seinem Wissen und 21 Jahren NBA wäre er natürlich ideal als jede Art von Coach“, sagte der 28-Jährige der dpa. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das machen will. Aber im Prinzip hat er so viel Wissen wie kein anderer, und er wäre der perfekte Coach, egal in welcher Form.“ Auch wenn Nowitzki sich weiter nicht als Trainer sieht, will er zumindest in der Zukunft wieder im Basketball-Kosmos auftauchen. „Natürlich möchte ich da auch zukünftig etwas zurückgeben“, kündigt er an. „In welcher Form wird sich zeigen.“

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